Zum Hauptinhalt springen

Gerigate: Prominente Politiker setzen sich für Müller ein

18 Bundesparlamentarier haben beim Presserat eine Beschwerde gegen die Berichterstattung der «Schweiz am Sonntag» zur Nacktselfie-Affäre von Geri Müller eingereicht. Interessant ist, wer nicht dabei ist.

Setzt sich für Geri Müller (links) ein: CVP-Präsident Christophe Darbellay. (Archivbild 2012: Keystone)
Setzt sich für Geri Müller (links) ein: CVP-Präsident Christophe Darbellay. (Archivbild 2012: Keystone)

18 National- und Ständeräte aus nahezu allen Fraktionen sind der Meinung, dass die Privat- und Intimsphäre der Politiker wie diejenige anderer Menschen geschützt sei. Dieser Anspruch sei beim grünen Nationalrat und Badener Stadtammann Geri Müller von der «Schweiz am Sonntag» in krasser Weise verletzt worden. Elementare Regeln der journalistischen Sorgfaltspflicht seien missachtet worden, heisst es in einer Mitteilung von 18 Bundesparlamentariern von heute Freitag.

Es habe in keiner Weise ein journalistisch vertretbarer Grund bestanden, die Privat- und Intimsphäre dieses Politikers derart gering zu achten. Der Artikel in der Zeitung stelle eine neue Qualität der Missachtung der Intimsphäre einer öffentlichen Person dar.

Grüne Präsidentinnen fehlen

Dies dürfe nicht die Zukunft der Medienfreiheit sein, meinen die Unterzeichner der Beschwerde. Unter ihnen befinden sich Ständerat Hans Altherr (FDP, AR), CVP-Präsident und Nationalrat Christophe Darbellay (VS), Ständerat Claude Janiak (SP, BL) sowie einige Parteigänger von Geri Müller.

Erstunterzeichner sind die Grünen-Nationalräte Louis Schelbert (LU) und Daniel Vischer (ZH). Nicht zu den Unterzeichnerinnen gehören die beiden Grünen-Co-Präsidentinnen und Nationalrätinnen Regula Rytz und Adèle Thorens. Hingegen sind fünf andere grüne Frauen dabei. Aus dem Aargau hat lediglich SP-Nationalrat Cédric Wermuth die Beschwerde unterschrieben. SVP-Vertreter sucht man vergebens.

Seit der Aufdeckung der Nacktselfie-Geschichte des Grünen-Nationalrates und Badener Stadtammanns Geri Müller ist inzwischen genau ein halbes Jahr vergangen. Müller selber hat diverse Anzeigen eingereicht, darunter auch gegen den Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch