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Kinder statt Grid Girls am Formel-E-Rennen in Zürich

Die Organisatoren setzen auf Grid Kids und nicht auf leicht bekleidete Frauen. Ein Wettbewerb für das Zürcher Rennen wurde nun lanciert.

In Zürich übernehmen Kinder die Aufgaben, die traditionell den Grid Girls zukommen.
In Zürich übernehmen Kinder die Aufgaben, die traditionell den Grid Girls zukommen.
PD

Noch vor dem Ticketverkauf im April lancieren die Organisatoren des Zurich E-Prix einen Wettbewerb um einen der Plätze als Grid Kid am Zürcher Rennen. Jedem Rennfahrer der Formel E steht ein solches zur Seite. Die wichtigste Aufgabe des Grid Kid ist es, in der Startaufstellung ein Schild mit der Startnummer und dem Namen des Fahrers und des Teams zu präsentieren. Zudem dürfen die Grid Kids der beiden bestplatzierten Fahrer diese zur Siegerehrung begleiten. Eltern und Geschwister erhalten Gratis-Tribünentickets.

Um dabei zu sein, sollen acht- bis 14-jährige Kinder eine originelle Idee entwickeln, die zeigt, wofür die Zürcher Austragung der Elektro-Rennserie sinnbildlich steht, so die Idee der Macher. Ob die Kinder ein Bild malen, eine Collage basteln oder auf dem Smartphone eine Videobotschaft aufnehmen, ist egal: «Was zählt, sind Ideen und sichtbare Begeisterungsfähigkeit.»

Bewerbungen sind ab dem 19. Februar bis zum 3. April 2018 auf der Website des Veranstalters möglich. Danach werden die 23 Kinder erkoren, die am 10. Juni am Rennen teilnehmen können. Die Grid Kids haben im vergangenen Sommer Einzug in die Formel E gehalten. Ohne sie sei das Spektakel kaum mehr denkbar, schreiben die Organisatoren. Mit ihrer Begeisterungsfähigkeit seien sie den Zuschauern und den Fahrern ans Herz gewachsen.

Grid Girls bleiben überraschend Teil der Formel E

Erst im Januar hat die grosse Schwester der Formel E, die Formel 1, angekündigt, dass die zunehmend als nicht mehr zeitgemäss empfundenen Grid Girls – aufreizend gekleideten Frauen in der Startformation also – von Grid Kids abgelöst werden. Die Idee der Kinder auf dem Startfeld deckt sich mit dem aus dem Fussball bekannten Konzept, bei dem der Nachwuchs beim Einlauf der Weltstars auf das Spielfeld dabei sein darf.

Die Formel E allerdings, die sich ansonsten ein modernes, sauberes Image gibt, will an der Tradition der Grid Girls vorerst festhalten: «Sie gehören doch zur Tradition im Motorsport», sagte Formel-E-Chef Alejandro Agag vor wenigen Tagen. In Zürich aber sollen nur Kinder in der Startaufstellung stehen. Dies haben die Veranstalter des Zurich E-Prix so bestimmt, wie Sprecherin Karin Ruhland auf Anfrage sagt.

Abgang: Die klassische Formel 1 hat die Grid Girls abgeschafft, die Formel E hält an ihnen fest. (Bild: zvg )
Abgang: Die klassische Formel 1 hat die Grid Girls abgeschafft, die Formel E hält an ihnen fest. (Bild: zvg )

Das Auflaufen von Grid Girls ist unter anderem noch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans vorgesehen. Ihre Abschaffung wird in vielen Rennserien diskutiert.

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