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Grösster Gegner im Fluglärmstreit abgewählt

Der Waldshuter Landrat Tilman Bollacher muss seinen Posten abgeben. Das süddeutsche Parlament hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Unklar ist, was das für die Fluglärmdebatte bedeutet.

Nicht mehr als Landrat erwünscht: Tilman Bollacher.
Nicht mehr als Landrat erwünscht: Tilman Bollacher.
Thomas Burla

Für viele Schweizer Player im Zürcher Fluglärmstreit ist Tilman Bollacher das grösste Feindbild. In einer Mitteilung von gestern Mittwoch nennt ihn die Stiftung gegen Fluglärm aus Zürich einen «aggressiven Gegner des Flughafens Zürich und der Zürcher Bevölkerung rund um den Flughafen Kloten».

Der Waldshuter Landrat hat in der Lärmdebatte stets eine harte Position vertreten. Auch torpedierte er den unterschriebenen Fluglärmvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz, indem er gemeinsam mit anderen süddeutschen Politikern in Berlin lobbyierte. Dabei hatte er eine Kehrtwende vollzogen. In einer ersten Reaktion bezeichnete Bollacher den Vertrag als akzeptablen Kompromiss. Als aber von der Schweizer Seite die Zahl von 110'000 möglichen Nordanflügen genannt wurde, machte er klar, dass Süddeutschland keinen Vertrag ohne festgeschriebene Maximalzahl von 80'000 Anflügen akzeptieren werde. Die Eidgenössischen Räte haben das Vertragswerk inzwischen ratifiziert, in Deutschland ist es nach der Intervention Bollachers und anderer süddeutscher Politiker auf Eis gelegt.

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