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Grosse Aufregung, falscher Skandal

Die Polizei hat die Pflicht, Überwachungssoftware einzusetzen. Nur vielleicht noch nicht das Recht.

Der Staat hört mit: Figur der Skulpturengruppe «Die Lauschenden» des Bildhauers Karl-Henning Seemann vor der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau.
Der Staat hört mit: Figur der Skulpturengruppe «Die Lauschenden» des Bildhauers Karl-Henning Seemann vor der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau.
Keystone

Ein hochnotpeinliches Datenleck enthüllt: Die Zürcher Kantonspolizei hat heimlich mit dem Segen des Sicherheitsdirektors Überwachungssoftware gekauft. Damit könnte sie, zumindest in der Theorie, unerkannt alles hören und lesen, was irgendwer mit Handy oder Computer macht: Gespräche, Mails, SMS, Surfen auf dem Netz. Kantonspolizisten könnten zudem das Kommando über die Geräte übernehmen. Und noch mehr – alles gar nicht so weit weg von der totalen Überwachung durch den Staat, die George Orwell schon vor sieben Jahrzehnten in «1984» hellsichtig düster beschrieben hat.

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