Der Bahnhofstrassen-Räuber wurde gefilmt

Polizisten in Vollmontur suchen derzeit in Zürich nach einem Kriminellen. Dieser hat am Mittag die Bijouterie Beyer überfallen.

Polizeisprecher Marco Cortesi erklärt, was passiert ist.

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Heute Mittag gab es einen Grosseinsatz der Stadtpolizei Zürich in der Innenstadt. Mehrere Brücken wie etwa die Stauffacherbrücke und die Gessnerbrücke wurden abgesperrt. Die Polizei kontrolliert jedes einzelne Auto.

Grund dafür war ein Überfall auf die Bijouterie Beyer an der Zürcher Bahnhofstrasse, wie die Stadtpolizei Zürich auf Anfrage bestätigte. Es handelt sich um das nach eigenen Angaben älteste Fachgeschäft der Schweiz, das exklusive Uhren wie Patek Philippe oder Rolex sowie Juwelen verkauft.

Anders als in vielen vergleichbaren Fällen war es diesmal offenbar ein Einzeltäter, der zuschlug. Der Mann betrat laut Polizei gegen 11 Uhr das Geschäft und bedrohte die Angestellten dort mit einer Pistole. Er schnappte sich etwa ein Dutzend Uhren aus dem Hochpreissegment und floh dann mit einem schwarzen Roller über die St.Peterstrasse in Richtung Bahnhof Enge.

Kurz vor 13 Uhr veröffentlichte die Polizei Bilder einer Überwachungskamera, die den Täter zeigen. Er sei gut 180 Zentimeter gross, trage eine Mütze und eine Brille und spreche gebrochen Englisch.

Die Beyers, die das Geschäft inzwischen in achter Generation betreiben, haben unliebsame Erfahrung mit Räubern. 1996 zum Beispiel drangen drei italienisch sprechende Maskierte ein und packten Schmuck und Uhren im Wert von 3 Millionen in Plastiksäcke. Darunter ein Diamantcollier, das 1,5 Millionen kostete. Danach flohen sie in einem gestohlenen Auto.

Im Jahr 2002 wurde Beyer zweimal innert eines Monats Opfer von sogenannten Rammbock-Einbrüchen, die damals Konjunktur hatten. Die Täter durchbrachen jeweils an einem verregneten Abend nach Ladenschluss mit einem geklauten Auto das Schaufenster. Sie griffen sich, was sie konnten und flohen dann mit einem anderen geklauten Wagen. Damals nahmen sie Schmuck und Uhren im Wert von total 1,6 Millionen Franken mit.

Geschäftsführer René Beyer erzählte später einmal, bei einem Überfall entwendete Schmuckstücke seien später in der Wohnung eines italienischen Drogenbarons sichergestellt worden.

(Übernommen von 20Minuten, ergänzt von hub/hoh)

Erstellt: 03.05.2017, 11:43 Uhr

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