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«Grüezi, ich bi schuldig!»

Seit Jahren ist Rapper Besko im Strafvollzug, im Frühling schliesst er eine Lehre ab. Danach soll er in den Kosovo ausgeschafft werden. Das will er mit einem ungewöhnlichen Mittel verhindern.

Vom kriminellen Jugendlichen zum respektierten Rapper: Besko hat Hoffnung, in der Schweiz bleiben zu können.
Vom kriminellen Jugendlichen zum respektierten Rapper: Besko hat Hoffnung, in der Schweiz bleiben zu können.
Sophie Stieger

Wenn Besijan Kacorraj seinen Blick durch das Fenster auf den Waldrand richtet, stören keine Gitterstäbe seinen Blick. Keine mehr. Seit einem Jahr ist er in der Austrittsstation des Massnahmenzentrums in Uitikon. Diese sieht für ihn statt der Gefängsniszelle eine Einzimmerwohnung vor. Kacorraj absolviert derzeit eine Lehre als Koch, die er im kommenden Frühling abschliessen wird. Während fünf Jahren hat er die Stationen des Strafvollzugs durchlaufen. Das ist eher schnell und weist auf eine vorbildliche Entwicklung seiner Persönlichkeit hin. Alles gut, könnte man meinen. Doch die Geschichte hat einen Haken: Der 28-Jährige wird nach dem Absitzen seiner Strafe aller Voraussicht nach nicht mehr zu seiner Familie nach Zürich zurückkehren können; er wird die Schweiz verlassen müssen, in Richtung Kosovo. Seine Eltern haben vor langer Zeit einmal dort gewohnt – vor dem Balkankrieg und vor seiner Geburt.

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