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Tiana Moser zieht sich zurück, Grüne fordert Noser heraus

Das Kandidatenfeld für den zweiten Wahlgang im Zürcher Ständeratsrennen lichtet sich. Nun warten alle auf Roger Köppel.

Marionna Schlatter (links) tritt erneut zur Ständeratswahl an, Tiana Moser (GLP, rechts) verzichtet. Foto: Keystone
Marionna Schlatter (links) tritt erneut zur Ständeratswahl an, Tiana Moser (GLP, rechts) verzichtet. Foto: Keystone

Der Wahlsieg der Grünen in Zürich ist noch keine 24 Stunden alt, und schon verkündet die Partei: Marionna Schlatter stellt sich im zweiten Ständeratswahlgang am 17. November zur Wahl. «Ich trete gegen einen Bisherigen an, es wird eine grosse Herausforderung, aber ich bin sehr zuversichtlich», sagt Schlatter. Nach diesem Wahlergebnis und mit dem Ergebnis bei den kantonalen Wahlen sei es unmöglich gewesen, jetzt zurückzustehen. «Der Kanton Zürich wurde von einer regelrechten grünen Welle überschwemmt», sagt sie. «Die Wählerinnen und Wähler wollen neue progressive Kräfte.»

Tiana Angelina Moser zieht sich zurück

Der Entscheid sei mit der GLP und Tiana Angelina Moser abgesprochen. Moser nimmt sich aus dem Rennen. «Wir waren uns einig, dass es keinen Sinn macht, dass zwei Frauen aus dem ökologischen Lager antreten», sagt Schlatter. Ausschlag gegeben habe, dass sie ein besseres Resultat gemacht habe.

Moser begründet ihren Entscheid in einer Mitteilung: «Dass sich zwei Frauen mit einem ökologischen Profil im zweiten Wahlgang die Stimmen streitig machen, ergibt keinen Sinn.» Die GLP fügt aber an, man habe sich zum Verzicht entschieden, obschon sie davon ausgehen würden, dass die Wahlchancen von Tiana Moser grösser wären als diejenigen von Marionna Schlatter.

Die Grünen des Kantons Zürich zeigen sich derweil erfreut: «Die Grünen freuen sich, dass sie sich für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stellt – denn es ist Zeit für eine Frau und eine ökologische Stimme in der Zürcher Ständeratsdelegation», heisst es in einer Mitteilung. Schlatter erzielte am Wahlsonntag ein überraschend gutes Resultat. Sie erzielte Rang vier und lag rund 12'000 Stimmen hinter Roger Köppel (SVP) und knapp 15'000 Stimmen vor der landesweit bekannten GLP-Kandidatin Tiana Moser.

Bereits früher am Montag haben Nik Gugger (EVP) und Nicole Barandun (CVP) ihre Kandidatur zurückgezogen. Die beiden Aussenseiter landeten am Wahlsonntag abgeschlagen auf den Rängen sechs und sieben. Spannend bleibt die Frage: Wie entscheidet sich Roger Köppel? Er sagte gestern nach der Wahl, er wolle voraussichtlich bis Donnerstag seinen Entscheid fällen.

Roger Köppel (SVP): «Ich werde zeitnah bekannt geben, ob ich antrete». Video: Tamedia

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