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Haben die denn nichts gelernt?

Bei der vom VPOD empfohlenen Pensionkasse tönt vieles wunderbar. Aber es ist ratsam, den Verlockungen nicht zu folgen.

Roland Brunners Twitter-Account ziert ein Bild von Karl Marx. Der Gewerkschafter, er ist VPOD-Regionalsekretär und Mitglied der Alternativen Liste, ist politisch am linken Rand angesiedelt. Wenn es aber um die Altersvorsoge geht, vertritt er eine aggressiv-kapitalistische Linie. Die Zürcher Staatsangestellten, die er mit seiner Gewerkschaft vertreten will, sollen in grosser Zahl von der kantonalen Pensionskasse BVK zu Profond wechseln. Eine Pensionskasse mit einem Aktienanteil von 50 Prozent, doppelt so hoch wie bei der BVK.

Profond ist eine Pensionskasse, die in guten Jahren zwar eine erstaunliche Rendite erreichte, 2008 aber ein Viertel des Vermögens verlor und saniert werden musste. Dafür offeriert sie erstaunliche Bedingungen. Noch immer zahlt sie einen Umwandlungssatz von 7 Prozent, was beim gleichen angesparten Kapital den Versicherten deutlich höhere Renten verspricht als beim Durchschnitt. Daneben sollen die Anlagen der Kassen rund doppelt so gut rentieren wie bei der Konkurrenz. Profond wirbt zusätzlich mit einer Fünfjahresgarantie für ihre Bedingungen.

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