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Häftling bringt sich im Flughafengefängnis um

Der Marokkaner hat sich in der Nacht auf heute Dienstag in seiner Zelle stranguliert. Mitte März hätte er ausgeschafft werden sollen.

Todesfall in der Zelle: Blick in einen Gang auf der Abteilgung Ausschaffungshaft im Flughafengefängnis in Zürich Kloten.
Todesfall in der Zelle: Blick in einen Gang auf der Abteilgung Ausschaffungshaft im Flughafengefängnis in Zürich Kloten.
TA/Nicola Pitaro

Um 5.30 Uhr fanden die Gefängnisaufseher beim morgendlichen Rundgang den Mann regungslos in seiner Zelle liegen, schreibt die Kantonspolizei am Dienstag. Der Marokkaner hatte sich in der Nacht auf heute Dienstag stranguliert. Der Rettungsdienst sowie der Bezirksarzt konnten nur noch seinen Tod feststellen. Eine Dritteinwirkung wird ausgeschlossen, heisst es weiter.

Der Mann war in einer Einzelzelle untergebracht «Es gab keine Hinweise auf eine Suizidgefahr», sagt Jessica Mayer, stellvertretende Kommunikationsbeauftragte Amt für Justizvollzug, gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Hätte es Anzeichen darauf gegeben, dann wären entsprechende Vorkehrungen getroffen worden wie eine 24-Stunden-Überwachung, eine Einweisung in eine psychiatrische Institution oder eine entsprechende Medikation. Auch die Unterbringung in einer Doppelzelle mit einem weiteren Häftling wäre möglich gewesen.»

Ausschaffung war für Mitte März geplant

Der Marokaner befand sich wegen illegalen Aufenthaltes in Ausschaffungshaft. Laut Mayer war die Ausschaffung für Mitte März geplant. «Er wäre im Rahmen des Dublinabkommens nach Italien gebracht worden, wo er als erstes ein Asylgesuch gestellt hat.» Warum er in die Schweiz weitergereist ist, weiss Mayer nicht.

Bei dem Todesfall handelt es sich um den ersten Suizid seit der Eröffnung des Flughafengefängnisses im Jahr 1995.

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