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Hartmann wehrt sich gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung

Der ehemalige Intendant des Zürcher Schauspielhauses hat das Vorabhonorar seines neuen Arbeitgebers in bar erhalten. Das sei an den meisten Theatern so, sagt Hartmann.

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«Ich habe eine Empfangsbestätigung von der Kasse der Burgtheater GmbH erhalten»: Der fristlos entlassene Direktor des Wiener Burgtheaters und frühere Intendant des Zürcher Schauspielhauses Matthias Hartmann.
«Ich habe eine Empfangsbestätigung von der Kasse der Burgtheater GmbH erhalten»: Der fristlos entlassene Direktor des Wiener Burgtheaters und frühere Intendant des Zürcher Schauspielhauses Matthias Hartmann.
Keystone

Der ehemalige Intendant des Zürcher Schauspielhauses, Matthias Hartmann, hat eingestanden, Honorare in der Höhe von mindestens 180'000 Franken nicht versteuert zu haben. Mitte März reichte er eine Selbstanzeige bei den zuständigen Steuerbehörden ein. In einem Interview mit dem «Spiegel» nimmt er Stellung zu den Vorgängen, die zu diesem Schritt geführt haben.

Hartmann liess sich das Vorabhonorar für seine Arbeit als Direktor des Wiener Burgtheaters von der damaligen kaufmännischen Direktorin Silvia Stantejsky in bar auszahlen. Barzahlungen seien an den meisten Theatern üblich, so Hartmann. «Ich dachte, ich muss die Steuern für das Honorar erst zahlen, wenn ich die ganze Summe erhalten habe. Das habe ich bis heute nicht. Ein Grossteil liegt noch immer bei der Burg.»

«Das Geld war in der Burg deponiert»

Den Vorwurf der Steuerhinterziehung bezeichnet er als absurd. «Ich habe damals eine Empfangsbestätigung von der Kasse der Burgtheater GmbH erhalten. Dieses Geld war in der Burg deponiert und damit offiziell.» Erst später habe sich herausgestellt, dass die Privatperson Stantejsky, die wie Hartmann inzwischen entlassen wurde, die Belege ausgestellt hatte.

Laut Hartmann wird derzeit geklärt, ob der fragliche Betrag in der Schweiz oder in Österreich versteuert werden muss. «Mein Anwalt sagt, dass das nicht klar ist. Ich werde der Steuerschuld aber selbstverständlich nachkommen.»

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