Kampf ums Schauspielhaus

Die Zürcher Heimatschützer sind mit den Plänen des Stadtrats zum Umbau des Schauspielhauses nicht einverstanden. Sie wollen den denkmalgeschützten Theatersaal retten.

Nicht mehr zeitgemäss? Der historische Pfauen-Saal aus dem 19. Jahrhundert. Bild: Wikipedia/Andreas Praefcke

Nicht mehr zeitgemäss? Der historische Pfauen-Saal aus dem 19. Jahrhundert. Bild: Wikipedia/Andreas Praefcke

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Der Stadtrat hat Anfang Juli erklärt, dass das Schauspielhaus am Pfauen vollständig modernisiert werden soll. Es soll einen komplett neuen Zuschauerraum geben. Dafür will er das Gebäude am Heimplatz teilweise aus dem Inventar der Denkmalpflege entlassen - falls Parlament und Stimmvolk der Modernisierung zustimmen. Dieser Plan ist ist laut Stadtrat das Ergebnis einer Güterabwägung zwischen einem «historischen Zeitzeugen» und einem «modernen zeitgenössischem Theater».

Genau das stösst auf Kritik: Die Interessenabwägung der Stadt ist für den Stadtzürcher und den kantonalen Heimatschutz nicht derart eindeutig, als dass sie die Zerstörung des Theatersaals rechtfertige. Es handel sich um ein Schutzobjekt von nationaler Ausstrahlung. Das teilte der Heimatschutz heute Dienstag mit.

Alternativen nicht verfolgt

Er begründet seinen Rekurs unter anderem damit, dass die städtische Denkmalpflege beim Stadtratsentscheid nur marginal beigezogen worden sei. Zudem sei die baukünstlerische und architekturhistorische Bedeutung des Saals nicht genügend geklärt worden. Ausserdem kritisiert der Heimatschutz, dass in den Machbarkeitsstudien zwar alternative Strategien erwähnt werden, die nicht vom Abriss des Saals ausgehen. Diese Strategien seien aber nicht weiter ausgeführt worden.


In den Sechzigerjahren wollte sich Zürich am Heimplatz ein neues Schauspielhaus von Stararchitekt Jørn Utzon bauen lassen. Ein Projekt, das aus Kostengründen nie realisiert wurde.


(hub/sda)

Erstellt: 14.08.2018, 11:36 Uhr

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