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Hexen, Clowns und Indianer

In Zürich und Winterthur fanden am Sonntag die Fasnachtsumzüge statt. Tausende Fasnächtler und Schaulustige wohnten den farbenfrohen Spektakeln bei.

Jagten den einen auch Angst ein: Hexen am Umzug in der Zürcher Bahnhofstrasse. 26. Februar 2012)
Jagten den einen auch Angst ein: Hexen am Umzug in der Zürcher Bahnhofstrasse. 26. Februar 2012)
Keystone

Unter leicht bewölktem Himmel haben am Sonntagnachmittag Tausende Schaulustige die «ZüriCarneval Parade 2012» begutachtet. In Zürich startete die Parade an der Börsenstrasse. Vor dem Gebäude der Schweizerischen Nationalbank setzte sich der aus rund 40 Gruppen zusammengesetzte Narrenzug unter dem Motto «Traut Euch - hängt den Alltag an den Nagel» um 14.31 Uhr in Bewegung.

Rund 1200 Fasnächtler nahmen die Umzugsroute unter die Füsse. Sie führte von der Börsenstrasse in die Bahnhofstrasse und via Rennweg, Strehlgasse, Storchengasse zum Münsterhof.

Den Zug eröffnete ein imposantes Pferdegespann, das auf die jubilierende Zürcher Guggenmusik Chlüppliseck hinwies. Diese beging ihr 60-Jahr-Jubiläum. Auf 44 Jahre bringt es die Zürigugge Lady Killers. Zu dieser Schnapszahl gönnten sich die Mitglieder witzige Hutkreationen, die vom Dschungelleben inspiriert waren.

Schwere Jungs und böse Hexen

Für schmissige Musik und Staunen unter den Zuschauern sorgte die Zürcher «Pick Band» Sumpfhüener - rollten doch die «Hüener» als schwere Motorradjungs durch die Gegend. Unterschiedliche Reaktionen lösten die überaus zahlreichen Hexengruppen aus Deutschland aus. Nicht jede hatte Freude, von einer bösen Hexe gepackt zu werden.

Einen farbenfrohen Schlusspunkt des Umzuges bildeten traditionsgemäss peruanische und bolivianische Tanzgruppen. Hier war tänzerisches Können mit Bewegungsfreude gepaart.

Bewegung in die Zuschauer - nach Angaben der Organisatoren gegen 30'000 - kam vorwiegend dann, wenn Bonbons oder rote Nasenknollen durch die Luft geworfen wurden und zu Boden fielen. Dann bückte sich gar mancher Rücken - nicht nur von Kindern.

Dennoch hatten die Kleinen wohl am meisten Spass. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil sie sich verkleiden konnten als Pippi Langstrumpf, Indianer, Prinzessin, Pirat, Clown, Frosch oder Tiger.

«Uuslumpete» im Niederdorf

Die Parade vom Sonntag war der offizielle Höhepunkt des fasnächtlichen Treibens in der Limmatstadt. Am Samstag fanden zudem ein kleinerer Umzug in Zürich-Oerlikon sowie ein Kinderumzug im Kreis 5 statt. Auf dem Münsterhof ertönte ausserdem ein Guggen- Monsterkonzert.

Den Schlusspunkt der diesjährigen fünften Zürcher Jahreszeit setzt am kommenden Samstag die «Uuslumpete» im Restaurant Johanniter im Niederdorf.

Närrisches Treiben auch in Winterthur

In Winterthur hat der grosse Fasnachtsumzug am Sonntagnachmittag Zehntausende Schaulustige angelockt. Rund 70 Gruppen zogen gemäss Organisatoren durch die Eulachstadt. Exakt um 14.14 Uhr starteten die Narren beim Obertor.

Die meisten der Guggenmusiken, Hexen- und anderen Gruppen stammten aus dem Raum Winterthur. Aber auch Bündner, Schwyzer und Aargauer waren anzutreffen. Dabei waren zudem zahlreiche Gruppen aus Deutschland.

Bereits am Guggenumzug vom Samstagabend waren zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer dabei. Auch an der anschliessenden «Altstadt-Dudläta» fehlte es nicht an Interessenten.

Die Winterthurer Fasnacht hat am Freitagabend mit dem Aufstellen des Narrenbaums und der Übergabe des Stadtschlüssels begonnen. Am Montagnachmittag steht noch der Kinderumzug auf dem Programm. Das Fällen des Narrenbaumes und das Verbrennen des Bööggs am Abend beschliessen das diesjährige Fasnachtstreiben.

SDA/kpn

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