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Hier müssen Arbeiter länger chrampfen

Längere Arbeitszeiten, zurückgezogene Lohnerhöhungen oder Sparen bei der Druckerfarbe: Zürcher Industriefirmen wehren sich mit kreativen Mitteln gegen die Frankenstärke.

«Länger chrampfen wegen des Euros», titelte gestern der «Blick». Im Fokus stand der Schaffhauser Weltkonzern Georg Fischer, der als erster börsenkotierter Konzern den scheinbaren Tabubruch begeht: die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 44 Stunden. Dies ohne Lohnerhöhung.

Dabei bewegt sich die Massnahme innerhalb des Spielraums, der im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verankert ist. Unter Artikel 57 sind die Bedingungen klar geregelt: Sofern sich die Geschäftsleitung mit der firmeninternen Arbeitervertretung einigen kann, ist eine vorübergehende Arbeitszeiterhöhung problemlos. Dabei darf die Arbeitsvertragsabänderung die im Gesetz maximal festgelegten 45 Stunden nicht überschreiten und höchstens während 15 Monaten Bestand haben.

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