«Ich investierte 20'000 Franken in ein Schneeballsystem»

Darf ich Geld, das ich an einen Betrüger verloren habe, von den Steuern abziehen? Vier Steuerexperten haben Ihre Fragen beantwortet.

Was kann ich abziehen, was nicht: Die Steuerexperten beantworten die Fragen der TA-Leser. Illustration: Ruedi Widmer

Was kann ich abziehen, was nicht: Die Steuerexperten beantworten die Fragen der TA-Leser. Illustration: Ruedi Widmer

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Ich habe gelesen, dass der Eigenmietwert und der Hypothekenabzug abgeschafft werden. Soll ich nun bereits beginnen, meine Hypothek zu amortisieren?
Dieser politische Entscheid ist noch nicht gefallen. Sollten National- und Ständerat den Eigenmietwert tatsächlich abschaffen, wonach es im Moment aussieht, ist immer noch ein Referendum möglich. Grundsätzlich würde ich bei der Hypothek nichts überstürzen. In Gedanken können Sie die Möglichkeiten zur Amortisation aber schon mal durchspielen.

Ich habe ein Einfamilienhaus, mein Sohn ist im Liegenschaftenhandel engagiert. Wenn ich sterbe, erbt er mein Haus. Nun befürchte ich, dass er für die Erbschaft, die sonst nicht besteuert wird, bezahlen muss, weil er ja als Liegenschaftenhändler gilt.
Da müssen Sie keine Angst haben. Die Erbschaft gehört nicht zum Liegenschaftenhandel Ihres Sohnes.

Ich hatte 20'000 Franken bei diesem Schneeballsystem von IPCO investiert – und alles verloren. Kann ich diesen Verlust abziehen?
Das können Sie nicht. Sie sind auf einen Betrüger hereingefallen, das ist Ihr Risiko. Wenn Ihre Aktien an Wert verlieren, können Sie auch keine Abzüge vornehmen. Das gilt umgekehrt auch für Aktiengewinne, die Sie nicht versteuern müssen.

«Grundsätzlich müssen AHV und Renten zu 100 Prozent versteuert werden wie ein normaler Lohn. Es gibt aber eine Ausnahme.»

Ich beziehe schon seit 20 Jahren eine Rente und rege mich jedes Jahr auf, dass ich diese voll versteuern muss.
Grundsätzlich müssen AHV und Renten zu 100 Prozent versteuert werden wie ein normaler Lohn. Es gibt aber eine Ausnahme: Nur zu 80 Prozent besteuert werden Renten, wenn diese zwischen 1. Januar 1987 und 31. Dezember 2001 zu laufen begannen und das Vorsorgeverhältnis am 31. Dezember 1985 schon bestand und der Versicherte mindestens 20 Prozent der gesamten geleisteten Beiträge selbst erbrachte. Wenn Ihnen das Steueramt diese Reduktion bisher nicht gewährt hat, dann deklarieren Sie diese in der nächsten Steuererklärung zu 80 Prozent und legen Sie die dazugehörigen Unterlagen bei.

Ich möchte mein Mehrfamilienhaus renovieren und energetisch sanieren mit Sonnenkollektoren und Wärmedämmung. Kann ich dies als Unterhalt abziehen oder sind dies nicht abzugsfähige Aufrüstungen, die ich erst mit der Grundstückgewinnsteuer verrechnen kann?
Ich würde Ihnen empfehlen vom Handwerker eine detaillierte Aufstellung zu verlangen, was gemacht wurde. Diese würde ich dem Steueramt einreichen. Grundsätzlich sind alle Kosten für Massnahmen zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Enerigen abzugsfähig, auch wenn Sie den Wert Ihrer Liegenschaft vermehren.

Mein erwachsener Göttibub lebt in der Stadt Zürich und kann seinen Lebensunterhalt als selbstständiger Fotograf mit einem steuerbaren Einkommen von 20'000 Franken nicht alleine bestreiten. Deshalb bezahle ich seine Krankenkassenprämien und unterstütze ihn mit regelmässigen Beiträgen. Kann ich einen Unterstützungsbeitrag geltend machen?
Für einen Unterstützungsabzug müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein. Erstens muss die unterstützte Person erwerbsunfähig oder nur beschränkt erwerbsfähig sein. Zweitens darf das steuerbare Einkommen einer unterstützungsbedürftigen Person 15'000 Franken nicht übersteigen. Da Ihr Göttibub grundsätzlich erwerbsfähig ist, kann kein Unterstützungsabzug geltend gemacht werden, auch wenn Sie Ihren Göttibub unterstützen.

Wir haben im Tessin ein Ferienhaus, das wir korrekt versteuern. Dazu gehört aber noch ein Weinberg mit 1600 Quadratmetern. Dessen Wert ist gut 600 Franken und ich habe keinen Ertrag daraus, da ich ihn einem Freund gratis zur Bewirtschaftung überlassen habe. Jetzt frage ich mich, ob ich den Weinberg erwähnen soll in der Zürcher Steuererklärung, womöglich kann ich ihn ja einmal teuer verkaufen.
Den Weinberg müssen Sie im Liegenschaftenverzeichnis erwähnen. Ihre Vermögenssteuer wird bei dem geringen Wert des Weinberges kaum steigen. Sollten Sie ihn einmal teuer verkaufen können, würde einfach ihre Grundstückgewinnsteuer höher ausfallen.

Ich bin hauptberuflich Lehrerin und arbeite im Nebenerwerb als Mediatorin. Für diesen Zweitjob habe ich für rund 2000 Franken eine Weiterbildung gemacht. Ich schaffe es nicht, dies bei den Berufsauslagen geltend zu machen.
Weiterbildungskosten in Verbindung mit einer selbständigen Erwerbstätigkeit können Sie grundsätzlich voll in Abzug bringen. Sie können den Betrag von 2000 Franken für Ihren Nebenerwerb im «Hilfsblatt A für Selbstständige mit vereinfachter Buchführung» geltend machen.

«Anwaltskosten können in Abzug gebracht werden»

Ich habe ein Ferienhaus in Italien, dessen Vermögenswert ich im Kanton Zürich bisher für 100'000 deklariert habe. Nun konnte ich das Haus für eine Million Franken verkaufen. Wie erkläre ich dem Steueramt nun diese Vermögensvermehrung?
Legen Sie der Steuererklärung den Verkaufsvertrag bei, das sollte Erklärung für die Vermögensvermehrung genug sein.

Ich besass ein Haus mit zwei Wohnungen, von denen ich eine selber bewohnte. Nun habe ich das Haus im Januar 2019 verkauft. Allerdings bin ich schon im Mai 2018 ausgezogen und die andere Wohnung war nur bis im Januar 2018 vermietet. Nachher stand das Haus leer bis zum Verkauf. Muss ich nun den Eigenmietwert fürs ganze Jahr 2018 versteuern?
Nein, nur für jene vier Monate, in denen Sie noch im Haus wohnten. Auch die Mieterträge müssen Sie nur für einen Monat versteuern. Sollten Unterhaltskosten angefallen sein, können Sie diese abziehen, auch für die Zeit in der die Liegenschaft leer stand.

Ich habe ein Haus, welches die Behörden unter Denkmalschutz stellen wollen. Ich möchte nun die Anwaltskosten abziehen, die ich für die Bekämpfung der Unterschutzstellung aufgewendet habe. Die Steuerkommissärin hat mir gesagt, ich könne nur 50 Prozent abziehen. Soll ich das akzeptieren? Anwaltskosten können in Abzug gebracht werden, wenn Sie zur Erhaltung eines Vermögensgegenstands aufgewendet werden müssen. Trotz der Unterschutzstellung muss hier bezweifelt werden, dass eine Verminderung des Wertes Ihrer Liegenschaft anfällt. Insofern können Sie die Anwaltskosten nicht abziehen.

Unser Enkel wohnt bei uns und wir erhalten für ihn Pflegegeld von gut 7000 Franken. Wie müssen wir dieses Geld in der Steuererklärung angeben und welche Abzüge können wir machen? Pflegegelder sind beim Emfpänger der Leistungen steuerpflichtig.
Sie müssen demnach die erhaltenen Pflegegelder unter den Nebenerwerbseinkünften deklarieren. Auf der Gegenseite können Sie entweder einen Pauschalabzug für den Nebenerwerb geltend machen, oder mittels Aufstellung und Belegen die effektiv angefallenen Kosten in Abzug bringen.

«Leider gibt es für die Krankenkassenprämien eine Pauschale, die nicht erhöht werden kann.»

Ich bin am 10. September 2018 ins Altersheim gezogen. Zuvor habe in unserem 6-1/2-Zimmer-Haus gelebt, das ich seit dem Tod meiner Frau allein bewohnt habe. Das Haus habe ich im Januar 2019 verkauft. Muss ich nun fürs ganze Jahr 2018 den Eigenmietwert angeben?
Weil Sie sich das Haus nach ihrem Auszug nicht zur Verfügung gehalten, sondern zum Verkauf ausgeschrieben haben, müssen Sie den Eigenmietwert nur bis am 10. September versteuern. Zusätzlich können Sie auch einen Unternutzungsabzug geltend machen.

Wir bezahlen als Rentner-Ehepaar im Jahr 20'000 Franken Krankenkassenprämien. Wie können wir diese Ausgabe in der Steuererklärung abziehen?
Leider gibt es für die Krankenkassenprämien eine Pauschale, die nicht erhöht werden kann. Sie beträgt in Ihrem Fall 7800 Franken (Staatssteuer) beziehungsweise 5200 Franken (Bundessteuer). Die zusätzlichen Kosten gelten als nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten, die sich zusätzlich zu den Minimalprämien leisten.

Ich bin 68-jährig, bewohne meine eigene Wohnung und habe eine bescheidene Jahresrente von 45'000 Franken. Nun muss ich auch noch 20'000 Franken Eigenmietwert versteuern. Kann ich meine Steuerbelastung verringern?
Ja, das können Sie. Es gibt den sogenannten Einschlag in Härtefällen. Der besagt, dass der Eigenmietwert ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen darf. In ihrem Fall dürfte er also maximal 15'000 Franken betragen. Sie können den Eigenmietwert in der Steuererklärung entsprechend reduzieren. Die Unterhaltspauschale wird im übrigen trotz tieferem Eigenmietwert nicht nach unten angepasst.

Ich bin Mitinhaber einer kleinen Firma. Weil die Geschäfte im Moment nicht so gut laufen, haben wir beschlossen, die auswärtige Verpflegung nicht mehr zu bezahlen, wie es im Spesenreglement vorgesehen wäre. Kann ich nun die auswärtige Verpflegung als Berufsauslage abziehen?
Nein, das können Sie nicht. Denn Ihre Firma ist arbeitsrechtlich verpflichtet, auswärtige Verpflegung über die Spesen zu vergüten. Um die Kosten der Firma zu reduzieren, könnten Sie sich aber den Lohn reduzieren und die auswärtige Verpflegung wieder als abzugsfähige Spesen vergüten.

Wir haben eine Eigentumswohnung gekauft und eine Anzahlung von 200'000 Franken geleistet. Die Wohnung gehört aber noch nicht uns, da die Eigentumsübertragung erst im nächsten Jahr stattfindet. Wie muss ich die Anzahlung in der Steuererklärung deklarieren?
Sie müssen den Betrag im Wertschriftenverzeichnis eintragen und die nötigen Belege beilegen.

Meine Frau ist im März verstorben. Wie muss ich nun den Eigenmietwert in der Steuererklärung deklarieren, die ich für die Zeit nach dem Tod meiner Frau ausfüllen muss?
Sie müssen den Eigenmietwert nur für den ab dem Todestag Ihrer Ehefrau folgendenden Tag bis Dezember angeben. Dann wird er zum Einzelpersonentarif nur für diese Zeit besteuert. In der Steuererklärung bis zum Todestag Ihrer Ehefrau galt ja noch der Verheiratetentarif.

«Das Geld gehört gemäss Bankreglement klar den Kindern und nicht den Eltern.»

Ich habe ein Ferienhaus im Wert von 400'000 Euro, das ich in Holland versteuere. Nun muss ich es auch in der Schweiz angeben. Wie kann ich eine Doppelbesteuerung verhindern?
Sie werden nicht doppelt besteuert. In der Schweiz sind der Wert der Liegenschaft und allfällige Mieteinnahmen nur satzbestimmend. Durch Ihr zusätzliches Vermögen in Holland wird Ihr Vermögen aus der Schweiz in einer entsprechend höheren Progession besteuert.

Ich habe ein Auto aus dem Jahr 1991, das ich unter den Fahrzeugen in der Steuererklärung mit einem Wert von 0 Franken deklariere. Unterdessen hat das Fahrzeug aber einen Oldtimer-Wert von gegen 200'000 Franken. Wie soll ich das angeben?
Sie müssen das Fahrzeug unter den übrigen Vermögenswerten zum aktuellen Verkehrswert angeben, damit Sie bei einem Verkauf die Vermögenszunahme erklären können.

Ich kaufte letztes Jahr eine Eigentumswohnung. Kann ich nun die Notariats- und Grundbuchkosten von den Steuern abziehen?
Die Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Liegenschaft sind in der Einkommenssteuererklärung nicht als Liegenschaftsunterhaltskosten abzugsfähig. Aber Sie können diese Kosten bei einem zukünftigen Verkauf der Liegenschaft bei der Grundstückgewinnsteuer geltend machen. Sie sollten generell die Belege, welche die Liegenschaft betreffen aufbewahren, damit Sie einen Nachweis für die entstandenen Kosten haben.

Muss ich die Sparkonti meiner Kinder angeben und zum Vermögen mitzählen?
Es handelt sich um typische Kindersparkonti mit besserem Zins. Das Geld gehört gemäss Bankreglement klar den Kindern und nicht den Eltern. Die Kinder sind 2 und 5 Jahre! Das Kindsvermögen ist bis zum Erreichen der Volljährigkeit der Kinder bei den Eltern aufzuführen. Sie müssen daher im Wertschriftenverzeichnis die Bestände und Zinsen der Kinderkonti angeben.

2018 habe ich meiner Tochter (26) 30'000 Franken als zinsloses Darlehen gegeben. Sie lebt in Basel und macht ein Zweitstudium an der Pädagogischen Hochschule. Wie muss ich und wie muss sie das in der jeweiligen Steuererklärung angeben?
Sie geben das Darlehen an Ihre Tochter in Ihrer Steuererklärung im Wertschriftenverzeichnis als Forderung an und erwähnen in Klammer, dass das Darlehen zinslos gewährt wurde. Ihre Tochter wiederum deklariert das Darlehen im Schuldenverzeichnis mit dem gleichen Vermerk.

Ich habe im letzten Jahr von meinem ehemaligen Arbeitgeber eine einmalige Abfindungs-/Abgangsentschädigung erhalten. Mir wurde aufgrund langer Krankheit gekündigt. Ich bin auch aktuell noch nicht arbeitsfähig. Muss ich den Abfindungsbetrag normal versteuern oder kann dieser privilegiert versteuert werden im Sinne einer Kapitalabfindung mit Vorsorgecharakter?
Abgangsentschädigungen können steuerlich als Vorsorgeleistung betrachtet werden, wenn nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind: a) die steuerpflichtige Person das Unternehmen nach dem vollendeten 55. Altersjahr verlässt; b) die (Haupt-) Erwerbstätigkeit definitiv aufgegeben wird; c) durch den Austritt aus dem Unternehmen und dessen Vorsorgeeinrichtung eine Vorsorgelücke entsteht. Ist eine dieser Voraussetzung bei Ihnen nicht erfüllt, müssen Sie die Abgangsentschädigung zum normalen Einkommenssteuertarif versteuern.

Ich besitze eine 3 1/2-Zimmer Wohnung und habe einen Eigenmietwert von 24'000 Franken Franken zu versteuern. Nun bin ich letztes Jahr mit meiner Partnerin in eine 4 1/2 -Zimmer Wohnung in der gleichen Gemeinde gezogen, da sie zwei Kinder hat und meine Eigentumswohnung zu klein ist. Wir teilen uns die Miete hälftig und der Mietvertrag lautet auf uns beide. Muss ich weiterhin denn Eigenmietwert versteuern, obwohl die Wohnung leer steht?
Ja, der Eigenmietwert ist grundsätzlich weiterhin zu versteuern. Falls Sie nicht in der Wohnung leben und diese nicht vermieten, geht das Steueramt davon aus, dass Sie sich die Wohnung zur Selbstnutzung frei halten. Sofern Sie Vermietungsbemühungen nachweisen (Inseratekosten, Maklerkosten etc.) und die Wohnung leer steht, weil Sie keinen Mieter finden, können Sie auf die Deklaration des Eigenmietwerts verzichten.

Mein Vater hat mir und meiner Schwester im letzten Jahr je 160'000 Franken ausbezahlt, die wir eigentlich als Erbschaft bereits vor 14 Jahren hätten bekommen müssen, als unsere Mutter verstorben ist. Da dies eigentlich seit 14 Jahren unser Geld gewesen wäre, frage ich mich, was es für steuerliche Folgen hat, wenn wir dies jetzt erst steuerlich deklarieren?
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Vater, ob er das Geld in den letzten 14 Jahren versteuert hat. Wenn Ja, gibt es keine Probleme. Dann kann Ihnen ihr Vater das Geld als Schenkung überweisen. Wenn nein, empfehle ich Ihnen eine straflose Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung. So umgehen Sie wenigstens die Strafsteuern. Die Nachsteuern müssen Sie allerdings zahlen, wenigstens für die letzten zehn Jahre. Für die weiter zurückliegende Zeit sind die Forderungen des Steueramtes verjährt

Unser Verein hat ein Vermögen von 700'000 Franken und erwirtschaftete letztes Jahr einen Gewinn von 30'000 Franken. Als Revisor frage ich mich, ob der Verein steuerpflichtig ist.
Vereine sind grundsätzlich steuerpflichtig wenn Sie mehr als 100'000 Franken Vermögen und mehr als 10'000 Franken Gewinn ausweisen. Verfolgt der Verein ideelle Zwecke liegt die Gewinngrenze bei 20'000 Franken. Zudem können Sie ein Gesuch auf Steuerbefreiung stellen, wenn Ihr Verein gemeinnützige Zwecke verfolgt.

Ich habe 2017 vergessen, die Dividenden meiner Aktien zu deklarieren. Wie soll ich vorgehen?
Falls Sie noch nicht definitiv veranlagt sind, können Sie eine verbesserte Auflage der Steuererklärung (Rektifikat) einreichen. So können Sie auch sicherstellen, dass Sie die Verrechnungssteuern auf Ihren Dividenden zurück bekommen.

Als pensionierte Journalistin habe ich im letzten Jahr aus freischaffender Tätigkeit noch 6000 Franken dazu verdient. Wie muss ich das versteuern?
Das können Sie als Nebenerwerb aus selbstständiger Tätigkeit versteuern. Allerdings würde ich noch alle Kosten, die für Sie angefallen sind, zusammentragen. Versteuern müssen Sie nämlich nur den Gewinn aus Ihrer Tätigkeit.

Meine Frau wurde dieses Jahr pensioniert und hat aus der zweiten Säule eine Kapitalauszahlung von 170'000 Franken erhalten. Ich würde nun gerne einen freiwilligen Betrag in meine zweite Säule einzahlen. Darf ich das, oder ist dies Steuerumgehung?
Das dürfen Sie. Für die 170'000 Franken Kapitalauszahlung wird Ihre Frau eine separate Steuerrechnung bekommen. Beachten Sie aber die Sperrfrist von drei Jahren, die Sie auf ihrem eingezahlten Geld haben.

Erstellt: 19.03.2019, 19:20 Uhr

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Vier Steuerprofis haben am heute Dienstag Fragen rund um die Steuererklärung beantwortet: Urs Steffen, Stefan Stauffiger, Michelle Birri und Monika Peter. Zahlreiche E-Mails und Anrufe sind eingegangen. Wir bitten um Verständnis, wenn Ihre Anfrage in diesem Jahr nicht beantwortet werden konnte. (TA)

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