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In Adliswil teilen sich 88 Personen eine Küche

Hilfsorganisationen schlagen Alarm: In den Asyl-Notunterkünften sei der Schutz vor Corona kaum gewährleistet.

Liliane Minor

Das Leben ist auch in normalen Zeiten nicht einfach in den Notunterkünften für abgewiesene Asylbewerber: Die Menschen leben in Mehrbettzimmern, teilen sich Küchen und Waschräume. Für Lebensmittel, Hygieneartikel und dergleichen erhalten sie 8.50 Franken pro Tag – und dieses Geld müssen sie jeden Tag persönlich im Büro abholen.

Corona hat die Situation der gut 600 Abgewiesenen im Kanton Zürich noch einmal schwieriger gemacht. «Wir und unsere Kinder haben Hunger», erzählt ein Familienvater, der in der Notunterkunft Adliswil wohnt. «Im Denner, wo wir normalerweise einkaufen, weil es da günstig ist, akzeptieren sie kein Bargeld mehr. Eine Kreditkarte haben wir aber nicht.» Vom Kanton hätten die Bewohner den Rat erhalten, nicht zum Einkaufen zu gehen: «Aber ich muss doch Essen einkaufen.»

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