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Hier macht die SVP unbeirrt auf Opposition

Die SVP hat die meisten Wähler, zwei Bundesräte und ist vollwertige Regierungspartei – aber an der heutigen Albisgüetli-Tagung schlüpft sie in ihre alte Lieblingsrolle.

Er redet und alle hören begeistert zu: Das wird auch heute wieder so sein im Albisgüetli.
Er redet und alle hören begeistert zu: Das wird auch heute wieder so sein im Albisgüetli.
Walter Bieri, Keystone

Sie ist so etwas wie das jährliche Hochamt der Zürcher SVP: die Albisgüetli-Tagung. Seit 27 Jahren ist das ritualisierte Spektakel Bestandteil der Politagenda. Heute ist es wieder einmal so weit.

Das Treffen im Schützenhaus am Fuss des Uetlibergs hat Christoph Blocher, damals Präsident der Zürcher SVP, 1989 initiiert. Er verstand die Tagung als «Politische Kundgebung mit landesweiter Ausstrahlung». Diese Ausstrahlung hat sie tatsächlich, auch aufgrund ihrer dramaturgischen Struktur: Zum Programm gehört nicht nur eine Rede Christoph Blochers – je nach Umstand in der Rolle als Kantonalparteipräsident, Bundesrat oder Alt-Bundesrat. Bestandteil ist auch ein Auftritt des amtierenden Bundespräsidenten. Dieser hält sozusagen die Gegenrede.

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