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Im Kino mit Hunden, Mäusen und einem Pony

Zu einer Rapperswiler Filmpremiere waren auch Haustiere eingeladen. Trotz der Befürchtung des Tierschutzes, die Situation könnte ausser Kontrolle geraten.

Während der Vorstellung haben die meisten Tiere geschlafen: So sah es im Kinosaal bei Licht aus. Bild: Michael Trost
Während der Vorstellung haben die meisten Tiere geschlafen: So sah es im Kinosaal bei Licht aus. Bild: Michael Trost

Kinos gelten als tierfreie Zone. Die Kinobar Leuzinger in Rapperswil-Jona brach am Mittwochabend jedoch diese Regel und rief die Besucher dazu auf, ihre Haustiere zur Vorpremiere des Tier-Animationsfilms «The Secret Life of Pets» mitzubringen.

Es kamen zahlreiche, wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet. Insgesamt sassen über 40 Tiere und 92 Menschen im Saal. «Hauptsächlich kamen Hunde», sagt , wie Kinobesitzer Christian Meier sagt, «doch es waren auch Mäuse, eine Krabbe und ein Pony unter den Gästen.» Nur die angemeldete Katze glänzte durch Abwesenheit.

Befürchtete Aggressionen blieben aus

Die anwesenden Haustiere haben sich laut Meier absolut vorbildlich verhalten. «Es gab keine aggressiven Szenen oder sonstige unangenehme Zwischenfälle.» Genau dies hatte Hedy Kessler vom Tierschutz Linth im Vorfeld befürchtet. Zum Beispiel, wenn im Kinosaal Hunderassen aufeinander träfen, die sich nicht riechen können.

Die Besucher hatten keine Angst vor einem Chaos. «Wenn wir erst einmal entspannt im Kinosaal sitzen, relaxen auch die Hunde», sagte etwa Chris Schuch, Besitzer der Bulldoggen Sugar und Pepper, kurz vor der Vorstellung.

Hunde schliefen während des Films

Kinobesitzer Meier hielt die Befürchtungen des Tierschutzes von Anfang an für unbegründet. An einer Hundeausstellung träfen viel mehr Tiere aufeinander, und es gebe auch kaum Probleme. Zudem lasse er manche Hunde schon seit längerer Zeit in sein Kino. «Meistens schlafen sie während des Films», sagt er.

So sei es auch am Mittwochabend gewesen: «Die Hunde haben nur bei der Werbung kurz reagiert, als ein Leopard brüllte – der Film war jedoch nicht mehr besonders interessant für sie.» Wach waren sie erst danach wieder, als der Tierfotograf zum Gruppenbild aufrief. «Es war faszinierend, wie die Hunde absolut diszipliniert nebeneinander posierten», sagt Meier.

Von den Besitzern habe man nur positives Feedback erhalten. Ob Meier so etwas noch einmal mache wird, ist ungewiss. Aber etwas sei klar: «Gerade als kleines Kino muss man sich etwas Besonderes einfallen lassen, um längerfristig zu überleben.»

Übernommen von 20min.ch

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