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Im Unterland liegt das Geld auf der Strasse

Feministische Aktion? Werbegag? Was Unbekannte mit dem Streuen Hunderter falscher Zehnernoten bezwecken wollen, ist unklar. Die Polizei geht der Sache nach.

Littering ist es mit Sicherheit: Die rätselhaften Blüten beim Kreisel in Bassersdorf.
Littering ist es mit Sicherheit: Die rätselhaften Blüten beim Kreisel in Bassersdorf.
Bild: Christian Wüthrich, «Zürcher Unterländer»

Fast wie in Dagobert Ducks Geldspeicher hat es gestern auf den Strassen mehrerer Gemeinden im Zürcher Unterland ausgesehen: Hunderte vermeintlicher 10-Franken-Noten lagen verstreut. Die Kantonspolizei ermittelt nun, ob es sich dabei lediglich um Littering handelt oder um das Verteilen von Falschgeld.

Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, bestätigte heute eine Meldung des «Zürcher Unterländers», wonach die Polizei «der Sache nachgeht». Die Scheine wiesen farblich Ähnlichkeit mit 10-Franken-Noten auf, meint Oberlin: «Aber nur auf den allerersten Blick.» Wenn man einen der Scheine in der Hand halte, sehe man aber sofort, dass auf der Vorderseite kein Mann – der Architekt Le Corbusier – abgebildet sei, sondern eine unbekannte Frau mit Hut. «Mit dem Schein können sie nicht mal in einer schummrigen Bar bezahlen», so Oberlin.

Grundsätzlich verboten

Tatsächlich sind die in Wallisellen, Dietikon, Kloten und Dielsdorf verstreuten «Geldscheine» auch grösser als 10-Franken-Scheine und es fehlt die Wertangabe «10» links über dem Kopf. Und am Rand des Scheines steht auch nicht «Banque nationale Suisse» sondern es wird gefragt: «Was ist das für eine Note und wer ist hier drauf?» Als Wert werden «10 Bons» angegeben.

Das Reproduzieren von Banknoten ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es, wenn die nachgemachten Geldscheine deutlich kleiner oder grösser sind als die Originale und wenn darauf deutlich sichtbar das Wort «Specimen» gedruckt ist. Dieser Aufdruck fehlt bei den «Unterländer» Scheinen.

Wer die «Banknoten» in grosser Zahl verstreut hat, ist noch unbekannt. Vermutlich handelt es sich um eine Werbeaktion. Auf den Scheinen selbst ist dazu aber nichts vermerkt. Die Verteiler müssen sich aber wohl auf Bussen wegen Litterings einstellen.

SDA/ami

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