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In den Teppich gewickelt

Ein manisch-depressiver Mann wird gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Klinik behandelt. Er wehrt sich vor Gericht und bekommt zum Erstaunen der Ärzte recht.

Von Simone Schmid
Sanatorium Kilchberg: Für S. war der Aufenthalt traumatisch, für die Klinikleitung lief alles korrekt ab. Foto: Bildarchiv TA
Sanatorium Kilchberg: Für S. war der Aufenthalt traumatisch, für die Klinikleitung lief alles korrekt ab. Foto: Bildarchiv TA

Es war Fasnacht im Kanton Zürich, und Fasnacht ist für Herrn Sonder­egger* die schönste Zeit im Jahr. Alle sind ein bisschen verrückt. Alle lachen, über sich selbst und über die anderen, und für ein paar Tage fällt er nicht auf, der Sonderling. Auch in diesem Jahr tanzte der 71-Jährige durch die Nächte, er war übermütig und wurde immer übermütiger. «Eines Abends verkleidete ich mich nach der ‹Tagesschau› als Domina», erzählt er. In High Heels und Korsett besuchte der schmächtige Mann das Bordell des Dorfes; er wollte mit seiner Verkleidung einen Witz machen und dann mit einer Dame im Whirlpool baden. Wie schon so oft zuvor.

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