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In Zürich sind 18 neue Hotels mit rund 2400 Zimmern geplant

Die hiesigen Hoteliers sind besorgt. Tausende neue Apartments und Hotelzimmer kommen auf den Markt. Kleine Betriebe fürchten ums Überleben.

Im Kanton Zürich boomen Hotels: Das 2017 eröffnete «25 Hours»-Hotel an der Langstrasse. Foto: Samuel Schalch
Im Kanton Zürich boomen Hotels: Das 2017 eröffnete «25 Hours»-Hotel an der Langstrasse. Foto: Samuel Schalch

Die Region Zürich erlebt derzeit einen regelrechten Hotel-Boom. Die Zahl der Hotelzimmer ist seit 2010 stetig gestiegen: Standen damals noch rund 10'000 Zimmer bereit, sind es heute bereits 13'000, also rund ein Viertel mehr. Bisher brach die Nachfrage bei den «alten» Hotels nicht ein, weil gleichzeitig auch die Nachfrage nach Zimmern in ähnlichem Umfang stieg.

Ob dieses Gleichgewicht bestehen bleibt, ist allerdings fraglich. Wie aus einer heute Dienstag publizierten Studie im Auftrag der Zürcher Hoteliers hervorgeht, dürfte der Hotel-Boom weitergehen.

Sollten alle geplanten Projekte gebaut werden, öffnen bis ins Jahr 2022 weitere 18 Hotels ihre Tore - mit weiteren rund 2400 Zimmern. Die meisten davon sind im Norden von Zürich geplant. Viele dieser Häuser dürften sich auf den 3-Sterne-Bereich fokussieren.

Zusätzlich zu den neuen Hotels sind bis 2022 auch zahlreiche neue Appartements mit Serviceleistungen geplant, gemäss Studie rund 1000. Hinter diesem Boom stehen meist einheimische Investoren, die mit internationalen Hotelketten zusammenarbeiten.

Auslastung dürfte sinken

Die Nachfrage dürfte mit dieser rasanten Entwicklung kaum mithalten können. Die Studie geht davon aus, dass die durchschnittliche Auslastung der Hotels von heute 72 Prozent auf noch 67 Prozent im Jahr 2022 zurückgehen dürfte.

Gleichzeitig dürften durch die neue Konkurrenz auch die Zimmerpreise unter Druck geraten. Die Studie rechnet damit, dass der Umsatz pro Zimmer um rund 7 Prozent zurückgeht - und dies bei wahrscheinlich steigenden Personalkosten.

Investitionen in schönere Zimmer

Eine Umfrage unter Zürcher Hoteliers zeigt, dass viele von ihnen deshalb sorgenvoll in die Zukunft blicken. Rund 45 Prozent der befragten Hoteliers bereitet der Hotel-Boom «grosse bis sehr grosse Sorgen». Vor allem kleinere Betriebe fürchten, dass sie angesichts der vielen neuen Angebote unter die Räder geraten.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, investieren nun viele Hoteliers ins eigene Haus. Die Umfrage zeigt, dass sie in den nächsten fünf Jahren rund 30 Prozent höhere Investitionen planen als in den letzten zehn Jahren.

Hochgerechnet auf alle Hotels der Region könnte dies zu Investitionen von rund 860 Millionen Franken führen. Am meisten Geld wollen die Hoteliers in schönere Zimmer investieren.

SDA

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