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Integrieren, bis die Polizei kommt

An einer Zürcher Schule ist die gespannte Situation um einen verhaltensauffälligen Buben erneut eskaliert. Der Junge zeigte einen Handyfilm herum, die Schulleitung rief die Polizei.

Michèle Binswanger
«Strafrechtlich nicht relevant»: Ein harmloses Handyfilmchen erhitzte im Fall Sandro die Gemüter.
«Strafrechtlich nicht relevant»: Ein harmloses Handyfilmchen erhitzte im Fall Sandro die Gemüter.
Martin Rütschi, Keystone

Im Sommer griff der «Tages-Anzeiger» den Fall des verhaltensauffälligen Schülers Sandro auf, der in eine fünfte Klasse in einer Zürcher Schule integriert werden sollte.

Sandro (Name geändert) hat eine unklare Diagnose. Er leide an einer «Störung aus dem Autismusspektrum», habe ein Tourette-Syndrom und eine schwere Aufmerksamkeitsstörung, so wurden die Eltern informiert. Nach einigen Monaten erhoben einzelne Eltern Vorwürfe. Der Junge störe den Unterricht stark, beschimpfe Lehrer und Mitschüler ungestraft, für ihn gälten keine Regeln. Es sei zudem zu sexuellen Übergriffen auf Mitschülerinnen gekommen. Die Eltern kritisierten das Setting und verlangten, die Integration zu überprüfen. Weil es im Konflikt zwischen Eltern und Schulleitung nicht zur Einigung kam, nahmen verschiedene Eltern ihre Kinder aus der Schule. Schulpräsident Urs Berger hielt nach einer Überprüfung durch externe Experten aber auch nach den Sommerferien an der Integration von Sandro fest. Einen Rekurs der Eltern gegen Sandros Platzierung in der Regelklasse lehnte die Schulpflege ab.

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