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Islamischer Kindergarten wird zum Gerichtsfall

Der Regierungsrat hat der Idee eines islamischen Kindergartens in Volketswil eine Absage erteilt. Doch die Initianten ziehen den Fall weiter.

Im geplanten islamischen Kindergarten soll der Arabisch- und Koranunterricht 20 Prozent ausmachen: Ein palästinensisches Mädchen liest den Koran. (3. Juli 2012)
Im geplanten islamischen Kindergarten soll der Arabisch- und Koranunterricht 20 Prozent ausmachen: Ein palästinensisches Mädchen liest den Koran. (3. Juli 2012)
Ali Ali, Keystone

Der Verein «al Huda» mit Sitz in Volketswil ZH will seine Pläne für einen islamischen Kindergarten nicht begraben: Nachdem die Zürcher Bildungsdirektion und der Regierungsrat dem Projekt die Bewilligung verweigert haben, zieht der Verein nun vor das Verwaltungsgericht. Man habe sich nach eingehender Beratung entschieden, den Entscheid des Regierungsrates beim Verwaltungsgericht anzufechten, schreibt der Verein «al Huda» auf seiner Website. Die «NZZ am Sonntag» berichtete über den Weiterzug vor Gericht.

Der Zürcher Regierungsrat erteilte den Plänen für einen islamischen Kindergarten Ende 2014 eine Absage, weil die religiösen Schwerpunkte seiner Meinung nach übermässig viel Raum einnehmen. Gemäss Konzept bildet das religiöses Wissen die Basis für alles, was die Kinder später lernen und erleben werden. Dies war der Regierung zu viel Religion. Insbesondere erachtete sie den Anteil von 20 Prozent Arabisch- und Koranunterricht als zu hoch. Es sei zu bezweifeln, ob angesichts dieses Konzeptes genügend Zeit für die Vorgaben des Lehrplanes bleibe.

Kindergarten im Imam-Zentrum

Der Verein «al Huda» betonte Ende Mai letzten Jahres, nach der Ablehnung durch das Zürcher Volksschulamt, dass der geplante private Kindergarten die gesetzlichen Vorgaben erfülle. «Unser Verein unterhält zudem keinerlei Verbindungen zu ideellen Vereinigungen», teilte er damals mit. Der «Chindsgi» hätte in einer Wohnung im Imam-Zentrum in der Zürcher Vorortsgemeinde Volketswil eingerichtet werden sollen und Platz für 15 bis 25 Kinder geboten.

SDA/thu

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