Zum Hauptinhalt springen

Ist der Hafenkran vergiftet?

Laut «Beobachter» ist der Zürcher Limmatkran mit einem illegalen und gefährlichen Giftcocktail gegen Rost behandelt worden. Die Stadt widerspricht und gibt Entwarnung.

Nicht berühren, empfiehlt der Beobachter: Hafenkran-Promoter Jan Morgenthaler während des Aufbaus am 7. April 2014.
Nicht berühren, empfiehlt der Beobachter: Hafenkran-Promoter Jan Morgenthaler während des Aufbaus am 7. April 2014.
Reto Oeschger

Ist nicht nur die politische Debatte um den Hafenkran vergiftet, sondern auch das Objekt selber? Ja, behauptet der «Beobachter» und beruft sich auf Messungen eines nicht genannten privaten Labors. Der Hafenkran habe einen giftigen Schutzanstrich. Dieser enthalte unter anderem polychlorierte Biphenylene (PCB).

Der Einsatz von PCB sei in der Schweiz aber seit 1972 verboten. Die Konzentration im Schutzanstrich beträgt 6 Milligramm pro Kilo, schreibt das Magazin. Kinderspielplätze müssten aber bereits bei einem Wert von 1 Milligramm pro Kilo im Boden saniert werden. Ein Vertreter des Untersuchungslabors empfehle, den Schutzanstrich des ehemaligen DDR-Krans aus Rostock nicht zu berühren.

Stadt: «Für Mensch und Umwelt unbedenklich»

Die Stadt Zürich sieht dies anders: «Die Mikroverunreinigungen, die der ‹Beobachter› geltend macht, sind so gering, dass der Hafenkran gemäss Empa als PCB-frei gilt», schreibt das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement an Redaktion Tamedia. Und weiter: «PCB ist also schlicht kein Thema. Der Hafenkran ist ungefährlich und für Mensch und Umwelt unbedenklich.»

Ob Nachmessungen gemacht werden oder mit dem privaten Labor zu Vergleichszwecken Kontakt aufgenommen wird, wollte das Amt nicht sagen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch