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«Ich stehe dazu, was ich gemacht habe»

Jürg Jegge in seinem Büro in Rorbas (2011).
Pädagoge und Buchautor Jürg Jegge spielt Cello zu Ehren Franz Hohlers 70. Geburtstag im Jahr 2013.
Markus Zangger (links) und der Journalist Hugo Stamm (rechts) an der Medienkonferenz in Zürich zur Vorstellung des Enthüllungsbuchs von Zangger. Jegge soll den Buchautor über Jahre sexuell und psychisch missbraucht haben. (4. April 2017)
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Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie das neu erschienene Buch von Markus Zangger lasen?

Der Hass hat Sie erschreckt?

War die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Schüler Markus Zangger sexueller Natur?

Herr Zangger beschreibt, wie Sie ihn einer Art Therapie, dem «Durchatmen», unterzogen und sich dabei an ihm vergriffen haben.

Im «Blick» hat ein weiterer heute 51-jähriger Mann Sie ebenfalls beschuldigt, ihn missbraucht und die Streicheleinheiten als Therapie bezeichnet zu haben.

Und bei einzelnen Schülern ergänzten Sie diese Anregungen mit sexuellem Kontakt?

Mit wie vielen Schülern hatten Sie sexuellen Kontakt?

Wie viele waren es genau?

Und in all diesen Fällen ist es einvernehmlich zu sexuellen Handlungen gekommen?

Sie wollten Ihre Schüler sexuell befreien, indem Sie als Lehrer mit ihnen gemeinsam onanierten?

Sie haben Ihre Macht als Lehrer missbraucht, um mit Ihren Schülern sexuell zu verkehren.

Das Machtgefälle war Ihnen nicht bewusst?

Verfügt ein 13-Jähriger die Reife, um zu entscheiden, ob er mit seinem Lehrer Sex haben will?

Sie haben schwache Schüler ausgenutzt, um mit Ihnen Ihre Sexualität zu leben.

Können Sie diese Therapie erklären, bei der es zwischen Lehrer und Schüler zu Sex kommen durfte?

Herr Zangger gibt auch an, dass Sie Ihren Samen auf seinen Bauch onaniert haben.

Lügt Herr Zangger?

Kam es auch zu Geschlechtsverkehr zwischen Schüler und Lehrer?

Hatten Sie das Gefühl, die Praktiken halfen Herrn Zangger?

Sie haben Herrn Zangger gegenüber gesagt, Sie würden diese Therapie auch in Ihrem Buch «Dummheit ist lernbar» thematisieren. Warum haben Sie das dann doch nicht gemacht?

Sie hätten die erfolgreiche Therapie doch Ihren Kollegen empfehlen können.

In Ihrem Brief an Herrn Zangger, den er in seinem Buch veröffentlicht hat, schreiben Sie, dass sexuelle Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen erst heute stärker kriminalisiert werden als damals.

Ich denke, Sie wussten, dass sexuelle Kontakte zwischen Schülern und Lehrern nicht toleriert würden. Hatten Sie Schuldgefühle?

Haben Sie sie heute ausformuliert?

Warum?

Finden Sie, die Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen wird heute zu stark kriminalisiert?

Wie haben Sie es vor sich als Pädagogen gerechtfertigt, dass Sie Spass haben und zum Orgasmus kommen, während Sie ihre Schüler therapierten?

Was empfinden Sie, wenn Sie jetzt hören, dass Herr Zangger das, was Sie mit ihm machten «ekelhaft» und «schrecklich» fand?

Tut es Ihnen leid, dass es für ihn so war?

Wer sexuelle Handlungen mit Kindern vornimmt, gilt als Pädophiler. Sind Sie das?

Haben Sie Herrn Zangger geliebt?

Empfanden Sie es als ungerecht, dass Sie zu den gegen Sie erhobenen Vorwürfen im Buch keine Stellung nehmen durften?

Werden Sie nun rechtlich gegen Herrn Zangger vorgehen?

Haben Sie Angst vor Strafverfolgung wegen allenfalls nicht verjährten Taten?

Wie ist die Reaktion der Leute im Dorf?

Wollten Sie nie umziehen?