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Jacqueline Fehrs Velo-Ärger zieht weitere Kreise

Die Winterthurer Velo-Lobby kritisiert die Praxis der Stadt im Umgang mit falsch parkierten Velos.

Nachdem sich Jacqueline Fehr über das Abschleppen ihres Velos aufregte, nimmt Pro Velo Winterthur die Kritik auf. Foto: Urs Jaudas
Nachdem sich Jacqueline Fehr über das Abschleppen ihres Velos aufregte, nimmt Pro Velo Winterthur die Kritik auf. Foto: Urs Jaudas

Der Fall brachte die Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) zur Weissglut: Weil die Polizei ihr falsch parkiertes Velo am Hauptbahnhof Winterthur kurzerhand abgeschleppt hatte, beschwerte sie sich kürzlich mit einem Wut-Mail direkt bei den Winterthurer Stadträtinnen Christa Meier (SP) und Barbara Günthard-Maier (FDP). Dabei vergriff sie sich im Ton, wofür sie sich später entschuldigen musste (lesen Sie mehr dazu hier).

Jetzt zeigt sich: Fehr ist mit ihrem Ärger über die Parkplatzsituation rund um den Hauptbahnhof und die Abschleppaktionen nicht allein. «Vielen Velofahrerinnen und Velofahrern in Winterthur passiert das Gleiche wie der Regierungsrätin», schrieb Pro Velo Winterthur gestern in einer Medienmitteilung. Dies liege auch an der «mangelhaften Informationspolitik der Stadt», der es nicht gelinge, die Bevölkerung angemessen über die wegen der vielen Baustellen nötigen Veränderungen bei den Veloabstellplätzen am Bahnhof zu informieren.

50 statt 20 Franken

Kritik übt Pro Velo auch an der Praxis der Stadt bei der Aushändigung falsch parkierter Velos: «Der Prozess Veloeinzug/Veloaushändigung ist heute ungenügend und muss klarer bzw. rechtlich sauber geregelt werden.» So hätten sich Leute bei Pro Velo beschwert, weil sie für angeblich widerrechtlich abgestellte Velos im Fundbüro der Brühlgutstiftung eine Gebühr von 50 Franken entrichten mussten und dafür eine Fundgegenstand-Quittung erhielten.

Korrekterweise müsste es eine Ordnungsbusse von 20 Franken inklusive Rechtsmittelbelehrung geben, schreibt Pro Velo. «Die jetzige Praxis ist unzulässig», sagt Geschäftsleiter Kurt Egli. Er habe sich deshalb mit einem Schreiben an Sicherheitsvorsteherin Günthard-Maier gewandt und erwarte Verbesserungen.

Bei der Stadtpolizei Winterthur weist man die Kritik zurück. Dass für derartige Aufwendungen Gebühren verlangt würden, sei üblich und im Polizeigesetz vorgesehen, sagt Sprecher Michael Wirz. «Das ist ähnlich wie beim Abschleppen eines Autos.» Zudem habe sich das bisherige Vorgehen bei der Rückgabe falsch parkierter Velos bewährt, es gebe nur wenige Klagen.

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