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Jäger müssen auf künstlichen Fuchsbau verzichten

In Wettingen planten Jäger die landesweit erste Schliefanlage. Dort jagen Hunde trainingshalber Füchsen nach. Der Kanton verweigert ihnen nun die Bewilligung.

Fuchs in einer Schliefanlage: Die Wildtiere werden im Kunstbau gehalten, um Hunde für die Baujagd zu trainieren. Tierschützer lehnen die Anlagen ab, Jäger bezeichnen sie als wichtig für die Ausbildung und die Sicherheit ihrer Hunde bei der Jagd im freien Feld.
Fuchs in einer Schliefanlage: Die Wildtiere werden im Kunstbau gehalten, um Hunde für die Baujagd zu trainieren. Tierschützer lehnen die Anlagen ab, Jäger bezeichnen sie als wichtig für die Ausbildung und die Sicherheit ihrer Hunde bei der Jagd im freien Feld.
Maqi / Wikimedia Commons
Treibjagd im Kanton Zürich noch bis Ende November: Auch Füchse können dabei erlegt werden. Sie dürfen auf dem Kantonsgebiet vom 16. Juni bis Ende Februar bejagt werden – und das ausschliesslich mit Schusswaffen.
Treibjagd im Kanton Zürich noch bis Ende November: Auch Füchse können dabei erlegt werden. Sie dürfen auf dem Kantonsgebiet vom 16. Juni bis Ende Februar bejagt werden – und das ausschliesslich mit Schusswaffen.
Beat Marti / TA
Tradition: Fuchsjagd wird seit Jahrhunderten betrieben. Hier ein Gemälde des deutschen Hofmalers und Holzschneiders Hans Wertinger (1465–1533).
Tradition: Fuchsjagd wird seit Jahrhunderten betrieben. Hier ein Gemälde des deutschen Hofmalers und Holzschneiders Hans Wertinger (1465–1533).
Wikimedia Commons / Anagoria
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Ein in Wettingen AG geplanter künstlicher Fuchsbau zum Trainieren von Jagdhunden darf nicht gebaut werden. Sowohl die Gemeinde Wettingen als auch der Kanton Aargau lehnten ein von Jagdkreisen eingereichtes Baugesuch ab.

Das Gesuch war im vergangenen Herbst eingereicht worden und wurde vor allem von Tierschützern heftig bekämpft. Die Realisierung der Anlage wurde vom Kanton Aargau allerdings nun aus anderen Gründen abgelehnt, wie die Gemeinde Wettingen am Freitag mitteilte.

In der Zone nicht erlaubt

Die Anlage befinde sich in einer kommunalen Landschaftsschutzzone und sei deshalb nicht zonenkonform, entschied das aargauische Baudepartement. In solchen Zonen seien nur betriebsnotwendige Anlagen und Bauten zulässig, welche der Bewirtschaftung dienen.

Geplant war auf einer Fläche von rund 130 Quadratmetern ein unterirdisches Röhrensystem, das einem Fuchsbau ähnelt und von einem Fuchs bewohnt worden wäre. Hunde hätten dort die Jagd auf Füchse trainieren sollen.

SDA

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