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Jeder Bezüger ein Betrüger?

Todesschütze Jeton G. scheint das perfekte Beispiel für den angeblich viel zu grosszügigen Sozialstaat zu sein.

Er fuhr Jaguar und bezog doch Sozialhilfe; er kam mit dem Gesetz in Konflikt, wurde aber eingebürgert; er arbeitete nie, war renitent, und doch wurde ihm die Sozialhilfe nie gekürzt. Kurz: Todesschütze Jeton G. scheint das perfekte Beispiel für den angeblich viel zu grosszügigen Sozialstaat zu sein.

Kein Wunder, hat die SVP gestern im Kantonsrat genau dieses Klischee bedient und einmal mehr nach strengeren Gesetzen gerufen. Dumm ist nur, dass die Geschichte Jeton G. ausgerechnet in Regensdorf spielt, direkt unter den Augen von SVP-Kantonsrätin Barbara Steinemann. Sie sitzt nicht nur in der lokalen Fürsorgebehörde – sie gilt auch als eine der schärfsten Kritikerinnen des heutigen Sozialsystems. Dass die Linke dies genüsslich ausschlachtete und Steinemann vorwarf, schuld am Schlamassel sei ihre Behörde, ist ebenfalls kein Wunder. Zumal Wahlkampf ist.

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