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Jetzt also doch: Getrennter Verkehr in der Langstrassen-Unterführung

Die Stadt startet einen Versuch mit getrennten Flächen für Fuss- und Veloverkehr in der Langstrassen-Unterführung. So soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Soll getrennt sein: Velo- und Fussverkehr in der Langstrassenunterführung.
Soll getrennt sein: Velo- und Fussverkehr in der Langstrassenunterführung.
Reto Oeschger

Ab dem 2. Mai führt die Stadt in der Langstrassen-Unterführung einen Versuch mit einer Markierung durch. Velofahrende und Fussgänger bekommen in den beiden Unterführungen jeweils eine separate Verkehrsfläche zugewiesen, wie die Dienstabteilung Verkehr heute mitteilt. Das Ziel: Die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der Versuch dauert bis Ende Juli.

Die Verhältnisse in der Langstrassen-Unterführung sind seit längerem ein Thema. Die Situation sei wegen der Breite der Unterführung unbefriedigend, so die Verantwortlichen. Der Nutzungsdruck auf dieser wichtigen Verbindungsachse ist hoch. Um allen Nutzergruppen gerecht zu werden, setzte man bisher auf Mischverkehr. Täglich benutzen 8500 Velofahrer und 3500 Fussgänger die Unterführung. Das Regime führte immer wieder zu Konflikten und Unfällen. Laut der Stadt sind 15 solche Ereignisse in den letzten drei Jahren die Folge.

Trennung mit Markierungen

Zurzeit wird die Verbreiterung der Unterführung geprüft, wofür die schrägen Rahmenwände durch gerade Wände ersetzt werden sollen. Eine solche bauliche Massnahme wäre aber erst mittelfristig möglich. Mit einem ausgereiften Bauprojekt sei Aufgrund der Komplexität und der Schnittstelle zu den SBB nicht vor dem Jahr 2021 zu rechnen, verkündete der Stadtrat Mitte März.

Deshalb führt die Dienstabteilung Verkehr nun ab 2. Mai 2018 den Versuch durch. Mit der Markierungen eines Längsstreifens für Fussgänger erfolgt eine optische Trennung des Fuss- und des Veloverkehrs. Der Bereich mit den Längsstreifen «gehört» primär den Fussgängerinnen und Fussgängern.

Velos dürfen diese Fläche jedoch ausnahmsweise und mit der gebotenen Vorsicht befahren, die Fussgänger geniessen den Vortritt. Mit dem Versuch sollen Erkennt- nisse gewonnen werden, ob eine solche Trennung positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und das Verkehrsklima hat.

Kreuzen ist für Velos möglich

Die Breite der Langstrassen-Unterführung beträgt vier Meter. Während der Versuchsphase steht den Velos ein 2,2 Meter breiter Korridor zur Verfügung. Mit angemessener Geschwindigkeit ist auch das Kreuzen möglich. Der Versuch wird durch ein Monitoring begleitet.

Sollte der Versuch erfolgreich sein, ist nicht ausgeschlossen, diese Massnahme bis auf weiteres beizubehalten. Bei grösseren Sicherheitsproblemen behält sich die Dienstabteilung Verkehr vor, den Versuch vorzeitig abzubrechen.

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