Jetzt kommt die neue S-Bahn an der Goldküste

Die S20 bringt dem rechten Zürichseeufer ab Juni den Viertelstundentakt zu Stosszeiten – mit dreieinhalb Jahren Verzögerung.

Die S20 hat sich lange verzögert, weil gegen das Wendegleis in Herrliberg-Feldmeilen Einsprache erhoben wurde. Bild: Kurt Heuberger

Die S20 hat sich lange verzögert, weil gegen das Wendegleis in Herrliberg-Feldmeilen Einsprache erhoben wurde. Bild: Kurt Heuberger

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Die neue S-Bahn-Linie 20 nimmt am 11. Juni 2019 ihren Betrieb auf. Das teilt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) heute Donnerstag mit. Die S20 verkehrt montags bis freitags während der Stosszeiten am Morgen und am Abend zwischen Stäfa und Zürich-Hardbrücke. Sie hält in Männedorf, Meilen, Küsnacht, Zürich-Stadelhofen und Zürich HB.

Sie fährt im Halbstundentakt und jeweils in der sogenannten «Lastrichtung»: Morgens bringt sie die Pendlerinnen und Pendler stadteinwärts in Richtung Zürich und abends stadtauswärts in Richtung Stäfa. Die S20 soll zwischen Stäfa und Hauptbahnhof Zürich die stark frequentierte S7 entlasten.

50 Prozent höhere Kapazität

Zusammen schaffen die beiden S-Bahn-Linien für Fahrgäste aus Stäfa, Männedorf und Meilen zu Hauptverkehrszeiten den Viertelstundentakt. Die Kapazität werde während dieser Lastzeiten um rund 50 Prozent erhöht, schreibt der ZVV. Damit würden die heutigen Engpässe an Werktagen beseitigt und zusätzliche Reserven für das prognostizierte Nachfragewachstum in den kommenden Jahren geschaffen.

Parallel zur Einführung der S20 betreiben die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) mehrere Linien neu im Viertelstundentakt: Die Buslinien 921 zwischen Herrliberg-Feldmeilen und Meilen, die 925 zwischen Meilen und Männedorf, die 950 zwischen Stäfa und Stäfa-Binz sowie die Strecke zwischen Uerikon und Stäfa. Damit entstehen an den Bahnhöfen Stäfa, Männedorf und Meilen werktags am Morgen und am Abend viertelstündliche Anschlüsse zur und von der S7 und S20.

Dreieinhalb Jahre Verzögerung

Vor wenigen Tagen stellten die SBB nach knapp zweijähriger Bauzeit das Wendegleis in Herrliberg-Feldmeilen fertig. Dieses war eine Voraussetzung, um die S20 betreiben zu können. Gegen das Bauwerk wurden Einsprachen erhoben, weshalb sich die ursprünglich geplante Einführung der S20 per Dezember 2015 um dreieinhalb Jahre verzögerte.

Die Baukosten von knapp über 20 Millionen Franken wurden grösstenteils aus dem kantonalen Rahmenkredit für die vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn finanziert. Auch der Bund beteiligte sich an den Kosten.

(hwe)

Erstellt: 23.05.2019, 11:27 Uhr

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