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Jucker will Seilbahn im Oberland bauen

Gegen die jahrelangen Verkehrsprobleme rund um den Hof will die Jucker Farm AG eine direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof Aathal und Seegräben – durch die Luft.

Fahrt über die Zürichstrasse: Seilbahn zwischen Aathal und Seegräben.
Fahrt über die Zürichstrasse: Seilbahn zwischen Aathal und Seegräben.
Visualisierung zvg

Die Jucker Farm AG wird demnächst beim Kanton ein aussergewöhnliches Projekt beantragen: eine Luftseilbahn. Eine Machbarkeitsstudie habe das Seilbahnprojekt auf Herz und Nieren geprüft, heisst es in der Mitteilung. Es sei kein Grund gefunden worden, der eine Seilbahnverbindung grundsätzlich verunmöglichen würde.

Geplant ist eine Luftseilbahn vom Bahnhof Aathal zum Dorf Seegräben. Sie soll auf Abruf betrieben werden. Martin Jucker, Mitinhaber der Jucker Farm AG, sieht im Seilbahnprojekt einen «Lösungsansatz für die Verkehrsprobleme des Pfäffikerseegebiets», wie er auf Anfrage sagte. Bis zur Realisierung dauere es sicher fünf bis zehn Jahre.

Günstiger als ein Bus

Die Bahn sei ökologischer und – auf die Lebensdauer der Bahn gerechnet – auch deutlich günstiger als ein Busbetrieb im Rahmen des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV), sagte Jucker. Die verschiedensten kleinen Massnahmen der letzten Jahre im Kampf gegen die Verkehrsprobleme hätten «nur mässigen Erfolg» gehabt. Nun scheine endlich eine «patente Lösung» auf dem Tisch zu liegen.

An einem Spitzentag im Herbst gebe es im Pfäffikerseegebiet bis zu 12'000 Ausflüger. Allein der Juckerhof, der für seine Kürbisausstellungen überregional bekannt ist, werde von bis zu 8000 Leuten pro Tag besucht. In Seegräben stehen laut Jucker jedoch nur 100 Parkplätze zur Verfügung, im gesamten Naherholungsgebiet Pfäffikersee verteilt fänden sich noch einmal rund 200 bis 300.

Heute werden die Besucherinnen und Besucher zeitweise per Shuttle-Bus von Aathal nach Seegräben befördert. Der von den Verkehrsbetrieben Zürichsee-Oberland (VZO) organisierte Busbetrieb werde heute vollumfänglich durch die Jucker Farm AG finanziert, die Billetteinnahmen gingen jedoch an den ZVV, heisst es in der Mitteilung. Bei Regen müssten Leerfahrten in Kauf genommen werden. Die Buslösung sei scheinbar gut, aber «sehr kostenintensiv».

(SDA)

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