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Jugendkrawalle: 15 von 200 Vorschlägen sind brauchbar

Nach den Krawallwochenenden in Zürich sind die Jugendlichen aufgerufen worden, via Facebook ihre Ideen einzubringen, wie die Situation für Junge in der Stadt verbessert werden kann.

Ausschreitungen Mitte September am Central: Krawallmacher hinterliessen hohen Sachschaden, aber keine klaren anliegen.
Ausschreitungen Mitte September am Central: Krawallmacher hinterliessen hohen Sachschaden, aber keine klaren anliegen.
Keystone

Bei der Facebook-Diskussion «Fertig Puff!», welche die Stadt Zürich nach den Krawallwochenenden vom September aufschaltete, sind bis am Mittwoch 200 Beiträge eingegangen. Rund fünfzehn davon bezeichnen die Verantwortlichen als «gute, konstruktive Vorschläge».

Man werde mit den Jugendlichen, welche die konstruktiven Ideen platziert hätten, den Kontakt suchen, sagte Patrick Pons, Sprecher des Zürcher Schul- und Sportdepartementes auf Anfrage der sda.

Vorschläge der Stadt bis Ende Jahr

Anschliessend werde geprüft, ob diese Ideen in die neue Strategie für den Umgang der Stadt mit illegalen Partys aufgenommen werden könnten. Über den Inhalt dieser Strategie will die Stadt noch nichts bekannt geben. Ende Jahr soll sie verabschiedet werden, wie Pons weiter sagte.

Erarbeitet wird die Strategie von der stadträtlichen Delegation «Stadtleben im öffentlichen Raum». Lanciert wurde das Projekt von Polizeivorsteher Daniel Leupi, der damit die Situation zwischen Jugendlichen und Polizei beruhigen und den künftigen Umgang mit illegalen Partys festlegen will.

Jugendliche wünschen nichtkommerzielle Partys

Brauchbare Ideen gibt es gemäss Pons vor allem unter dem Diskussions-Stichwort «Freiräume». Hier werden nichtkommerzielle Partys gewünscht, «an denen ein Getränk nicht gleich zwanzig Franken kostet sondern auch jemandem mit Lehrlingslohn erschwinglich ist.»

Eine weitere Idee sind Plätze, an denen Jugendliche sitzen, reden und Musik hören können, «ohne gleich von der Polizei gefilzt zu werden». Die Facebook-Diskussion «Fertig Puff!» dauerte vom 5. bis am 26. Oktober und wurde nach den beiden Krawallwochenenden vom September lanciert.

Bei diesen beiden aus dem Ruder gelaufenen illegalen Partys am Central und am Bellevue lieferten sich jugendliche Krawallmacher Auseinandersetzungen mit der Polizei und richteten Schäden in der Höhe von über 100'000 Franken an.

(SDA)

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