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Juso unterstützen den AL-Kandidaten

Die Jungsozialisten stellen sich im Stadtratswahlkampf hinter Richard Wolff. Die Mutterpartei hatte im ersten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen. Wen sie nun unterstützt, ist noch unklar.

Die Juso der Stadt Zürich unterstützen auch im zweiten Wahlgang für die Stadtratsersatzwahl den AL-Kandidaten Richard Wolff. Dieser Entscheid wurde an der Jahresversammlung vom Mittwochabend gefasst, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Nach dem sensationellen Resultat im ersten Wahlgang trete Wolff auch im zweiten Wahlgang mit sehr guten Chancen an, heisst es weiter. Die Juso wollen einen klar links ausgerichteten Stadtrat, deshalb gebe es keine wählbare Alternative zum AL-Kandidaten.

SP-Delegierte entscheiden

Die Juso der Stadt Zürich hatten Wolff schon von Anfang an unterstützt und sprachen sich gestern an ihrer Jahresversammlung dafür aus, Wolff auch im zweiten Wahlgang aktiv zu unterstützen.

Die Mutterpartei hatte für den ersten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen. Für den zweiten Wahlgang ist die Haltung der SP noch offen: Die SP-Delegierten werden am 4. April entscheiden.

Weichen werden bei Ersatzwahl gestellt

Im Rennen um den frei werdenden Stadtratssitz des vorzeitig zurücktretenden Martin Vollenwyder (FDP) lag im ersten Wahlgang vom 3. März FDP-Mann Marco Camin vorn. Ihm dicht auf den Fersen folgte AL-Gemeinderat Richard Wolff. Der zweite Wahlgang findet am 21. April statt.

Dieser Urnengang dürfte auch die Weichen für die Gesamterneuerungswahlen stellen. SP-Stadtrat Martin Waser hat nämlich kürzlich bekannt gegeben, dass er bei den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2014 nicht mehr antreten werde.

Das stellt die Sozialdemokraten bereits für die anstehende Ersatzwahl vor ein Dilemma: Würde im April der linke Wolff anstatt des FDPlers Camin gewählt, hätte die SP 2014 grössere Mühe, ihre vier Sitze zu verteidigen. Wird dagegen mit SP-Hilfe Camin gewählt, sitzen im neunköpfigen Stadtrat 2014 nur sechs statt sieben Linke. Wasers möglicher Nachfolger hätte dann bessere Wahlchancen, als wenn er den SP-Sitz auch noch gegen die FDP verteidigen müsste.

SDA/pia

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