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Kaffee in der Kampfzone

Am 1. Mai müssen die Antikapitalisten den Helvetiaplatz mit den Zürcher Szenies teilen. Grund ist die Aufwertung des Platzes, die ausgerechnet ein früherer Aktivist vorantreibt.

Hat auch am 1. Mai Betrieb: Gäste im neuen Café Bank am Helvetiaplatz. Bild: Doris Fanconi
Hat auch am 1. Mai Betrieb: Gäste im neuen Café Bank am Helvetiaplatz. Bild: Doris Fanconi

Gäbe es eine Luftbildkamera mit einem Sensor für soziale Spannungen und nervöse Energie, würde sich am 1. Mai ein Ort zinnoberrot vom Rest der Stadt Zürich abheben: der Helvetiaplatz und das angrenzende Kanzleiareal, wo Krawalle selbst dann in der Luft liegen, wenn sie wie in den letzten Jahren gar nicht stattfinden. Die relative Ruhe ist umso bemerkenswerter, als die Welten dort heute härter aufeinandertreffen als früher. Die Aufwertung des einstigen Arbeiterquartiers hat vor dem Platz nicht Halt gemacht und ist den Kapitalismuskritikern ins Wohnzimmer getrampelt.

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