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Furcht vor radioaktiv verseuchtem Wasser

Beim geplanten Zugang zum möglichen Atomendlager im Weinland liegt ein mächtiges Grundwasserreservoir. Der Kanton will wissen, was bei einem Unfall passiert.

Der Grundwasserstrom des Rheins ist für den Kanton ein strategisches und deshalb wichtiges Trinkwasserreservoir (im Bild: Rheinau).
Der Grundwasserstrom des Rheins ist für den Kanton ein strategisches und deshalb wichtiges Trinkwasserreservoir (im Bild: Rheinau).
Keystone

«Schlimmstenfalls würde bei einem Unfall verseuchtes Wasser direkt in den Grundwasserstrom fliessen», schreibt der Landbote. Das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) wolle darum untersuchen, wohin giftiges Wasser bei einem Unfall in der Oberflächenanlage bei Marthalen fliessen würde. Der Grundwasserstrom des Rheins ist für den Kanton ein strategisches Trinkwasserreservoir. Winterthur besitzt eine Grundwasserkonzession und könnte sich im Notfall aus dem unterirdischen Reservoir bedienen.

Der Untersuchung des Untergrunds soll zeigen, ob versickerndes Wasser aus der geplanten Oberflächenanlage in Richtung Rhein und damit direkt ins Grundwassergebiet fliessen würde. In diesem Fall müsste die Oberflächenanlage anders angeordnet oder eine zusätzliche technische Barriere im Untergrund eingebracht werden.

Nagra: «interessant»

Die Nagra bezeichnet die Untersuchung als «interessant». Für Optimierungen sei die Nationale Genossenschaft für die Lagerung von Atomabfällen immer offen, sagte der Nagra-Mitarbeiter Markus Fritschi. Grundsätzliche sei die Nagra jedoch der Auffassung, dass eine Anlage auch über dem Grundwasser sicher gebaut werden könne. Die Untersuchungen führe der Kanton auf Wunsch der Regionalkonferenz durch, in der die Gemeinden rund um das mögliche Endlager organisiert sind.

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