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Kanton Zürich will den Steuerabzug für Autopendler begrenzen

Auf der Steuererklärung sollen Pendler bei der Staats- und Gemeindesteuer maximal 3000 Franken für die Arbeitswegkosten abziehen können. Das kostet die Pendler rund 100 Millionen. Das letzte Wort hat das Volk.

Der limitierte Pendlerabzug betrifft vor allem Pendler, die mit dem Auto unterwegs sind: Stau im Morgenverkehr beim Brüttisellerkreuz.
Der limitierte Pendlerabzug betrifft vor allem Pendler, die mit dem Auto unterwegs sind: Stau im Morgenverkehr beim Brüttisellerkreuz.
Steffen Schmidt/Keystone

Ab 2016 können die Steuerpflichtigen bei der Bundessteuer für ihren Arbeitsweg Kosten von höchstens 3000 Franken geltend machen. Dies haben die eidgenössischen Räte im Zusammenhang mit der vom Volk angenommenen Vorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi) entschieden.

Den Kantonen ist es freigestellt, ebenfalls einen Plafond für diesen Abzug einzuführen. Der Zürcher Regierungsrat hat sich nun für den gleichen Maximalbetrag wie bei der Bundessteuer entschieden.

Fabi-Ausgaben ausgleichen

Dem Kanton entstünden mit der Fabi-Vorlage erhebliche Mehrkosten, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung von Mittwoch. Nach heutiger Schätzung wird Zürich rund 117 Millionen Franken pro Jahr in den Fabi-Fonds einbringen müssen. Mit der Einführung des Maximalabzuges von 3000 Franken könnten diese Kosten mit Mehrerträgen von rund 44,5 Millionen Franken bei der Staatssteuer wenigstens teilweise wettgemacht werden. Die Gemeinden könnten mit einem Mehrertrag in ähnlicher Höhe rechnen, was zusammen rund 100 Millionen ergibt.

Mit dem Maximalbetrag von 3000 Franken könnten die Kosten eines Abonnements für sämtliche Zonen des Zürcher Verkehrsverbundes weiterhin vollständig in Abzug gebracht werden, heisst es in der Mitteilung. Für den weitaus grössten Teil der Pendler im Kanton Zürich ändere somit nichts.

Zunächst wird nun eine Vernehmlassung durchgeführt. Sollte dann der Kantonsrat einmal eine entsprechende Vorlage des Regierungsrats gutheissen, wird das Volk das letzte Wort haben, da es sich um eine Erhöhung der Steuerbelastung handelt.

SDA/pu

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