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Kantonsrat lehnt Regeln für Sterbehilfe ab

Der Zürcher Kantonsrat will keine kantonale Aufsicht über die Sterbehilfeorganisationen. Allerdings liegen die Gründe für diesen Entscheid je nach Partei himmelweit auseinander.

«Es braucht kein Gesetz»: Am Thema Sterbehilfe scheiden sich die Geister.
«Es braucht kein Gesetz»: Am Thema Sterbehilfe scheiden sich die Geister.

Erstaunlich wuchtig, mit 123 gegen 44 Stimmen, hat der Kantonsrat eine Motion der CVP abgelehnt, die eine Aufsicht des Kantons Zürich über Sterbehilfeorganisationen wie Exit und Dignitas verlangte. Nur die SP unterstützte das Anliegen der CVP.

Beide Parteien betonten, es gehe ihnen nicht darum, die Suizidhilfe einzuschränken, sondern Missbräuchen einen Riegel zu schieben. Christoph Holenstein (CVP, Zürich) forderte: «Unwürdige Sterbemethoden sind zu verhindern.» Davide Loss (SP, Zürich) sagte, Sterbehelfer müssten ständig befürchten, strafrechtlich belangt zu werden: «Wir sollten hier Rechtssicherheit schaffen.»

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