Keine Strafe für hornende Kapitäne

Das Verfahren gegen zwei Zürichsee-Kapitäne wurde eingestellt. Ein Anwohner hatte wegen missbräuchlichen Hornens mehrere Anzeigen erstattet.

Nun ist es amtlich: Die Verfahren gegen die hornenden ZSG-Kapitäne wurden eingestellt.

Nun ist es amtlich: Die Verfahren gegen die hornenden ZSG-Kapitäne wurden eingestellt. Bild: Archiv ZSZ

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Die Verfahren gegen zwei Kapitäne der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft werden endgültig eingestellt. Offensichtlich liessen sich zu wenig Beweise für ein missbräuchliches Hornen finden. «Nachdem ich die verschiedenen Anzeigen untersucht habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass sich in keinem Fall ein rechtswidriges Verhalten nachweisen lässt», sagt Patrizia Merotto, Statthalterin des Bezirks Meilen, der Zürichsee-Zeitung. «Aus diesem Grund habe ich alle Verfahren eingestellt.»

Aufgenommen worden waren die Verfahren, weil ein Anwohner der Stäfner Schiffstation missbräuchliches Hornen beobachtet haben wollte und deswegen im August in sechs Fällen Anzeige erstattet hatte.

Zwar hatte der Mann schon vor zehn Tagen den Wunsch geäussert, dass die ZSG-Kapitäne nicht bestraft würden, doch da es sich bei missbräuchlichen Hornens um ein Offizialdelikt handelt, musste die Statthalterin überprüfen, ob ein Verstoss gegen die Binnenschifffahrtsverordnung vorliegt. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.

Erstellt: 19.10.2018, 21:42 Uhr

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