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Kindstötung von Flaach – Mutter begeht im Gefängnis Suizid

Die Mutter, die ihre Kinder getötet haben soll, wurde im Gefängnis tot aufgefunden. Als Todesursache steht ein Suizid im Vordergrund.

Nathalie K. nahm sich im Bezirksgefängnis Zürich das Leben.
Nathalie K. nahm sich im Bezirksgefängnis Zürich das Leben.
Sophie Stieger
Nahmen nach dem Suizid der Mutter Stellung vor den Medien: Justizvollzugschef Thomas Manhart (links), Regierungsrätin Jacqueline Fehr (Mitte) und Jérôme Endrass, stellvertretender Leiter des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts. (8. August 2015)
Nahmen nach dem Suizid der Mutter Stellung vor den Medien: Justizvollzugschef Thomas Manhart (links), Regierungsrätin Jacqueline Fehr (Mitte) und Jérôme Endrass, stellvertretender Leiter des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts. (8. August 2015)
Doris Fanconi
Vor dem Eintreffen der Polizei verliess die Mutter den Tatort, konnte aber im Zuge der Fahndung kurze Zeit später verhaftet werden. (1. Januar 2015)
Vor dem Eintreffen der Polizei verliess die Mutter den Tatort, konnte aber im Zuge der Fahndung kurze Zeit später verhaftet werden. (1. Januar 2015)
Markus Heinzer, Newspictures
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Die Frau, die beschuldigt wird, am Neujahrstag 2015 in Flaach ZH ihre beiden Kinder getötet zu haben, ist tot. Sie wurde im Gefängnis Zürich aufgefunden, wie die Direktion der Justiz und des Innern mitteilte.

Als Todesursache steht Suizid im Vordergrund, wie es in der Mitteilung hiess. Die Tote wurde am Mittag entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Zürich Limmat leitete eine Untersuchung ein und veranlasste eine Obduktion. Das sei bei aussergewöhnlichen Todesfällen üblich, hiess es in der Mitteilung. Weitere Angaben könnten mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht gemacht werden.

Kesb platzierte Kinder im Heim

Am 1. Januar 2015 soll die Mutter ihre beiden Kinder, ein zweijähriges Mädchen und ein fünfjähriger Bub, erstickt haben. Die Frau war geständig. Sie alarmierte nach der Tat selbst die Polizei, bevor sie sich im Wald mit einem Messer selbst töten wollte. Die Beamten konnten sie verletzt ins Spital bringen.

Das zweifache Tötungsdelikt war trauriger Höhepunkt eines Konflikts der Familie mit der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB). Diese hatte die vorübergehende Unterbringung der Kinder in einem Heim verfügt, nachdem die Eltern wegen Betrugsverdachts Anfang November verhaftet worden und ausserdem Gefährdungsmeldungen bezüglich der Kinder eingegangen waren.

Pressekonferenz angekündigt

Auch nach der Entlassung der Mutter aus der Haft einige Tage nach der Festnahme sollten die Kinder im Heim bleiben, bis alle nötigen Abklärungen getätigt sein würden. Über die Feiertage durften sie zwei Wochen bei der Mutter verbringen, hätten aber Anfang Jahr wieder zurückgebracht werden sollen.

Das tragische Ereignis stiess eine öffentliche Aggressionslawine gegen die KESB los - bis hin zu Morddrohungen gegen Mitarbeitende. Die professionelle Behörde hatte Anfang 2013 die vorher zuständigen Vormundschaftsbehörden abgelöst, in denen Laien tätig waren.

Die Staatsanwaltschaft will am Samstag bei einer Medienkonferenz zum Fall Stellung nehmen.

SDA/kko/dia

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