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Knapp 50 Verdachtshinweise gegen Zürcher Kitas eingegangen

Nach Vorwürfen gegen umstrittene Kitabetreiber hat der Regierungsrat neue Zahlen zu möglichen Misständen veröffentlicht.

Der Zürcher Regierungsrat hat Stellung zu den erhobenen Kita-Vorwürfen genommen. Demnach gehen aus der Bevölkerung jedes Jahr etwa zehn Beschwerden gegen Kindertagesstätten ein. Die Hälfte davon führt bei den Kitas zu Konsequenzen.

Das Online-Magazin «Republik» erhob Mitte Dezember 2019 schwere Vorwürfe gegen die Globegarden-Kitas. So sei etwa ein Baby von einem Wickeltisch gefallen, ein anderes Kind sei im Wald verloren gegangen. Ausserdem würden Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen und chronischen Personalmangel klagen.

Grüne und AL reichten deswegen im Januar eine Interpellation ein und forderten den Zürcher Regierungsrat auf, über Kita-Kontrollen Auskunft zu geben. Wie aus der Antwort hervorgeht, gingen in den Jahren 2015 bis 2019 rund 50 Hinweise auf mögliche Missstände in Tagesfamilien oder Krippen im Kanton Zürich ein.

Das zuständige Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) sei diesen Hinweisen nachgegangen. Etwa die Hälfte der Vorwürfe erwies sich als berechtigt und führte zu Aufsichtsverfügungen oder Auflagen. In einzelnen Fällen wurde auch der Entzug oder die Nichterteilung einer Bewilligung verfügt. Zu konkreten Fragen zu den Globegarden-Vorwürfen gab der Regierungsrat aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft. Die Kita-Kette Globegarden kündigte diese Woche an, dass eine unabhängige Kanzlei die Vorwürfe überprüfen lasse. Bis die Ergebnisse vorliegen, dürfte es einige Wochen dauern.

(SDA)

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