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Köppel bi de Lüt

Der Zürcher SVP-Ständeratskandidat füllt seinen Terminkalender. Er hat sich eine aufwendige Tour vorgenommen.

Macht eine Tour durch den Kanton: Rogel Köppel (SVP) hat seine Wahlkampfstrategie vorgestellt.
Macht eine Tour durch den Kanton: Rogel Köppel (SVP) hat seine Wahlkampfstrategie vorgestellt.
Keystone

Sechs Spalten breit und fünf A4-Seiten lang ist das Programm, das SVP-Mann Roger Köppel ausgedruckt hat. Er verteilte es heute Freitag an einer Medienkonferenz als Auftakt zu seinem Ständeratswahlkampf. Darauf aufgelistet: 162 Zürcher Gemeinden, versehen mit Wappen, Einwohnerzahl (Stand 31. Dezember 2017), Fläche der Gemeinde, dem Bezirk und einem Termin. In der ersten Zeile liest sich das so: Adlikon, 665 Einwohner, 6,58 Quadratkilometer, Bezirk Andelfingen, 12. April 2019.

In Adlikon startet Roger Köppel seine Tour. «Ich besuche bis zu den Wahlen alle 162 Gemeinden des Kantons», sagt er. Er wolle mit den Leuten reden, Aufklärung betreiben, die Menschen warnen. «Jeder ist willkommen, auch Kritiker sind eingeladen», offeriert der SVP-Nationalrat, «das ist ein Angebot.» Köppel, der auf direktem Weg vom «Weltwoche»-Verleger ohne politisches Amt 2015 in den Nationalrat gewählt wurde, holt auf seine Art und Weise die Ochsentour nach. Die Aktion ist nicht mit der Partei abgesprochen, nicht von der Partei orchestriert und noch nicht durchorganisiert – trotz ausgehändigtem Terminplan.

Drei Themen dominieren

In 15-minütigen Vorträgen und anschliessenden Diskussionen will er über drei Themen reden: 1. Das EU-Rahmenabkommen (Köppel: «Unterwerfungsvertrag»). 2. Den Klimawandel («absolutistische Klimapolitik»). 3. Einwanderung («masslose Zuwanderung»). Damit will er die bisherigen Ständeräte Daniel Jositsch (SP) und Ruedi Noser (FDP) herausfordern.

Köppels Wahlchancen sind klein. Seine Kandidatur, seine Tonalität und seine Art garantieren aber Lärm, Provokationen und Aufmerksamkeit. Am Donnerstag veröffentlichte die NZZ ein Interview mit ihm. Er erhalte begeistertes Lob von Klimaleugnern und Rassisten, stellten die Journalistin und der Journalist darin fest, das könne ihm doch nicht genehm sein. «Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man einem vorwirft, er habe ein schlechtes Publikum», erwiderte Köppel und schob eine rhetorische Frage hinterher: «Und selbst wenn ein Spinner meine Texte gut findet, was kann ich dafür?» Am gleichen Tag lud er die Medien für heute Freitag ins Zürcher Bahnhofsrestaurant Au Premier ein. Der Titel: «Mein Wahlkampf.»

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