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Kokain, Kompost und 40 Tonnen Bananen

Im grössten Drogenfall der Schweizer Justizgeschichte hat das Bezirksgericht Bülach die beiden Angeklagten zu Freiheitsstrafen von zwölf und acht Jahren verurteilt. Sie hatten über 600 Kilo Kokain im Wert von 100 Millionen Franken in die Schweiz importiert.

Der 39-jährige italienische Gelegenheitsarbeiter wurde zu zwölf Jahren verurteilt, der 53-jährige Schweizer Geschäftsmann mit acht Jahren bestraft. Das Bezirksgericht Bülach sah es als erwiesen an, dass sie 670 Kilo respektive 510 Kilo Kokain in die Schweiz eingeführt hatten. Gerichtspräsident Rainer Hohler sprach von einem «krassen, extrem hohen Verschulden» und einer Drogenmenge, «die man sonst in der Schweiz nicht ansatzweise hat».

Staatsanwalt Roger Elgi, hatte für die beiden «Mitglieder eines international operierenden Drogen-Grosshändler-Rings» Freiheitsstrafen von dreizehn und acht Jahren gefordert, während die Verteidiger Strafen von lediglich sechseinhalb und 24 Monaten für angemessen hielten. Die Angeklagten hätten keine Entscheidungskompetenz und keine Führungsrolle gehabt. Sie hätten «auf tiefster Stufe eine Teilaufgabe erfüllt». Sie waren nicht Mitglieder eines Drogenkartells, sondern «ein Werkzeug auf unterster Hierarchie-Stufe».

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