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Kollbrunn nimmt Flüchtlingsfamilien auf

Der Kanton Zürich nimmt das stillgelegte Durchgangszentrum Kollbrunn wieder in Betrieb.

2012 war das Durchgangszentrum Kollbrunn noch in Betrieb.
2012 war das Durchgangszentrum Kollbrunn noch in Betrieb.
Marc Dahinden

Besonders schutzbedürftige Flüchtlingsfamilien werden ab dem 1. Juli in Kollbrunn im Durchgangszentrum ein vorübergehendes neues Zuhause finden. In Absprache mit der Gemeinde Zell hat der Kanton Zürich das im Februar stillgelegte Zentrum wieder in Betrieb genommen.

Die Familien kommen im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge. Die anerkannten Flüchtlinge werden im Auftrag des Kantons von der Asylorganisation Zürich (AOZ) betreut und bei der Wohnungssuche unterstützt, wie die Gemeinde Zell, zu der Kollbrunn gehört, am Dienstag mitteilte.

Bevölkerung reagiert positiv

Das Durchgangszentrum war im vergangenen Februar vorübergehend geschlossen worden. Zuvor waren vor allem Erwachsene – meist junge Männer – in Kollbrunn untergebracht. Gemäss Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann werden ab dem 1. Juli zunächst rund 20 bis 30 Personen ins Durchgangszentrum einziehen.

Die Bevölkerung habe die erneute Unterbringung von Flüchtlingen positiv aufgenommen, sagte sie gegenüber dem Regionaljournal Zürich/Schaffhausen von Radio SRF. Neu sei, dass Familien mit Kindern kämen. «Für die rund zehn Kinder eröffnen wir extra eine Klasse auf das neue Schuljahr hin», sagte sie.

Maximal sechs Monate in einer Gemeinde

In einem ersten Schritt gehe es dann wohl vor allem darum, dass die Kinder Deutsch lernten. «Es ist alles bereit, der Schulraum, die Lehrperson und eine Klassenassistenz», sagte Ehrismann.

Neben anerkannten Flüchtlingen kann der Kanton im Durchgangszentrum Kollbrunn auch asylsuchende oder vorläufig aufgenommene Personen unterbringen. Diese werden nach maximal sechs Monaten einer Gemeinde zugewiesen.

(SDA)

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