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Kommentar: Ein mutloser Entscheid

Die Grünliberalen haben für den zweiten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen. Für sie ist es also egal, ob der Freisinnige Ruedi Noser oder die Grüne Marionna Schlatter den Kanton Zürich im Ständerat vertritt. Es ist ein mutloser Entscheid, der ratlos lässt. Er zeigt aber auch das Dilemma einer Partei, die zwischen grün und liberal hin- und hergerissen ist. Offensichtlich setzt die GLP hier keine Prioritäten, obwohl sie ihren Wahlsieg vom 20. Oktober vorwiegend ihrer grünen Ausrichtung zu verdanken hat. Auch die Frauenförderung scheint keine zentrale Bedeutung mehr zu haben. Diese Wahlempfehlung wird die Sympathisanten der Partei nicht motivieren, am 17. Mai nochmals an die Urne zu gehen. Freuen wird sich darüber Ruedi Noser, dem der Sieg kaum mehr zu nehmen ist.

Daniel Schneebeli

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