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Kontroverse um Kopftuch-Modeschau

Auf einem Catwalk in Dietikon zeigen Frauen besondere Kreationen: Sie entsprechen den islamischen Regeln. Kritiker finden den Anlass frauenfeindlich.

Designt für die islamische Frau: Eine Kopftuchkreation.
Designt für die islamische Frau: Eine Kopftuchkreation.
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Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) bittet in Dietikon Models auf den Laufsteg. Die Frauen zeigen dabei Kleider von Designerinnen, welche die islamischen Regeln respektieren. Wie Mitorganisatorin Janina Rashidi gegenüber «20 Minuten» (Artikel online nicht verfügbar) sagt, dürften die Kreationen die weiblichen Rundungen nicht betonen und müssten das Kopfhaar bedecken.

Obschon die Models am 1. September keine nackte Haut zeigen werden, bleibt den Männern der Zugang zum Catwalk verwehrt. Wie Rashidi sagt, wolle der IZRS mit dem Anlass auf ein Problem von muslimisch gekleideten Frauen reagieren. Diese hätten in der Schweiz oft Mühe, modische Kleidung zu finden, die ihrer Religion entsprechen.

Saïda Keller-Messahli ist Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam. Sie kritisiert: Auch wenn man gegen aussen vorgebe, auch verhüllte Frauen sollten sich modisch kleiden können, bleibe der Kern der Botschaft frauenfeindlich. Der IZRS betreibe damit Marketing für sein Ziel, die physische Existenz der Frauen aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

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