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Krankheit zwingt die religiöse Autorität von Zürich zum Rücktritt

Mit Kirchenratspräsident Ruedi Reich verliert die reformierte Kirche ihre prägende Figur. Ob in der Ökumene oder im Verhältnis zum Staat: Reich hat starke Akzente gesetzt.

2007 stellte er im Grossmünster die neue Zürcher Bibel vor: Kirchenratspräsident Ruedi Reich.
2007 stellte er im Grossmünster die neue Zürcher Bibel vor: Kirchenratspräsident Ruedi Reich.
Matthias Jurt

17 Jahre lang stand Ruedi Reich an der Spitze der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Mit Leib und Seele, mit Leidenschaft und Freude am Repräsentieren. An öffentlichen kirchlichen Anlässen war er praktisch omnipräsent. Fast jeden Sonntag predigte er in einer Kirchgemeinde des Kantons. Dabei war er weder blosser Sonntagsprediger noch Grüssaugust. Er, der das Projekt der Neuübersetzung der Bibel vorangetrieben hatte, konnte sich auf eine solide Kenntnis der heiligen Schriften abstützen. Ehrendoktor der theologischen Fakultät Zürich, ist er auch historisch und vor allem reformationsgeschichtlich sehr beschlagen.

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