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Krawallmacher rufen zur nächsten Party auf

Schon einen Tag nach den Ausschreitungen am Bellevue wird zur nächsten illegalen Party in der Zürcher Innenstadt aufgerufen. Dieses Mal soll sie am Central stattfinden.

Die Polizei setzt Tränengas und Gummischrot ein um der Lager Herr zu werden.
Die Polizei setzt Tränengas und Gummischrot ein um der Lager Herr zu werden.
Leserreporter
Setzten Container in Brand.
Setzten Container in Brand.
Carles Torres, Leserreporter
Die Ausschreitungen reichen bis ins Zürcher Seefeld.
Die Ausschreitungen reichen bis ins Zürcher Seefeld.
Leserreporter
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Am Samstagabend versammelten sich am Zürcher Bellevue innerhalb kürzester Zeit über 1000 junge Menschen zu einer illegalen Party. Eine anonyme Gruppe hat via SMS zur Aktion aufgerufen – als Rache für die Auflösung einer anderen illegalen Party durch die Polizei am 16. Juli dieses Jahres. Der Event verlief zunächst friedlich, dann kippte die Stimmung und es kam zu wüsten Krawallen.

Gemäss einem Bericht von Radio 24 kursierte bereits einen Tag nach den Ausschreitungen der nächste Aufruf zur illegalen Rache-Party in der Zürcher Innenstadt. Dieses Mal soll die Aktion am kommenden Samstag, 17. September um 23.30 Uhr am Central stattfinden. Die anonymen Schreiber bezeichnen die Party in einem SMS als Zeichen für die persönliche Freiheit. «Wir wollen unserer Jugend Gehör verschaffen», schreiben sie.

«Das ist nicht zu tolerieren»

Polizeivorsteher Daniel Leupi reagiert mit Unverständnis auf die Aktion vom Samstag. «Es zeugt von einem sehr fragwürdigen Rechts- und Demokrativerständnis, wenn sich jemand für etwas rächen will, was polizeilich verhindert wurde, weil es nicht erlaubt ist», sagt er gegenüber «20 Minuten». Dass dabei auch Feuerwehrleute angegriffen werden, sei ein neues Phänomen. «Das ist nicht zu tolerieren.»

Die Polizei beobachte schon länger, dass ein Teil des Partyvolks glaube, polizeiliche Anordnungen würden für sie nicht gelten. Leupi gibt jedoch zu verstehen, dass die Polizei unmöglich jederzeit und überall auf jedes Ereignis vorbereitet sein könne. «Das wäre nicht bezahlbar und würde zu einem Polizeistaat führen.»

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