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Lieber ohne Gerichte regeln

Der Rechtsweg ist für Patienten oft zermürbend: Er dauert lange, ist teuer und endet häufig in einem Freispruch für den Arzt.

Es kommt häufig vor, dass ein Patient, eine Patientin unzufrieden ist mit einer Behandlung. Und es passiert auch nicht selten, dass ein Arzt oder Zahnarzt einen Fehler macht. Im besten Fall gibt er ihn zu und begleicht den Schaden. Tut er dies nicht, kann sich der Patient bei der Berufsorganisation beschweren, bei einer Patientenstelle Rat holen oder sich an die Kantonszahnärztin oder den Kantonsarzt wenden. Diese Stellen schauen sich die Fälle an und versuchen eine Einigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Gelingt das nicht, bleibt den geschädigten Patienten nur noch der Rechtsweg. Und der ist oft zermürbend: Er dauert lange, ist teuer und endet häufig in einem Freispruch für den Arzt. Denn der Nachweis eines Behandlungsfehlers ist schwierig.

Experten sind sich einig: Das heutige Haftpflichtregime in der Medizin benachteiligt die Patienten. Das stellt auch der Bundesrat in seinem jüngsten Bericht zu den Patientenrechten in der Schweiz fest. Eine erste Massnahme zur Verbesserung der Situation ist auf dem Weg: Im neuen Versicherungsvertragsgesetz sollen Patienten das Recht bekommen, die Haftpflichtversicherung eines fehlbaren Arztes einzuschalten; heute kann dies nur der Arzt selber tun.

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