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Männerbeauftragter hat gekündigt – nach wenigen Wochen

Kaum einen Monat war er im Amt, schon hat der Männerbeauftragte den Bettel hingeworfen. Die Fachstelle für Gleichstellung begrüsst den Schritt.

Männerbeauftragter und Präsident von Männer.ch war zu viel auf einmal: Markus Theunert, Männerbeauftragter.
Männerbeauftragter und Präsident von Männer.ch war zu viel auf einmal: Markus Theunert, Männerbeauftragter.
Keystone

Die Doppelfunktion von Markus Theunert als kantonaler Männerbeauftragter und Präsident des Vereins Männer.ch ist in der alltäglichen Arbeit zum Stolperstein geworden. «Das damit verbundene Spannungsfeld konnte in der praktischen Umsetzung nicht aufgelöst werden», heisst es in einer Mitteilung der Kommunikationsabteilung des Regierungsrates. Dies habe die jüngste Medienberichterstattung gezeigt, welche bei den Partnerorganisationen zu Irritationen geführt habe.

Hohe Wellen geworfen und viele empörte Reaktionen provoziert hatte vergangene Woche ein Satz aus einer Stellungnahme des Dachverbandes Schweizer Männer- und Väterorganisationen (Männer.ch) an den Bund zu «Pornografie an Schulen». Der Verband hatte gefordert, dass Eltern und Fachleute sich nicht strafbar machen sollen, wenn sie «mit klarem pädagogischem Ziel» pornografische Darbietungen unter 16-Jährigen zugänglich machen.

Rücktritt gefordert

In der öffentlichen Wahrnehmung scheine keine Trennung zwischen seinem ehrenamtlichen Engagement als Männer.ch-Präsident und seiner staatlichen Aufgabe als Männerbeauftragtem möglich, schreibt Theunert in einer persönlichen Erklärung. Die Fachstelle habe die Weiterbeschäftigung als Männerbeauftragter von seinem Rücktritt aus dem Männer.ch-Vorstand abhängig gemacht. Diese Bedingung könne und wolle er nicht erfüllen, schreibt er.

Die Fachstelle für Gleichstellung von Mann und Frau begrüsst die Kündigung von Theunert. Seine Stelle hatte der Männerbeauftragte nur während einiger Wochen inne. Theunert hatte sie erst ab 1. Juli 2012 besetzt.

SDA/jcu

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