Konfusion bei der Zürcher SP wegen Mario Fehr

Der SP-Regierungsrat korrigiert seine Parteileitung: Er habe nie versprochen, bei einem Vertrauensentzug nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.

Was hat er denn nun genau gesagt? Regierungsrat Mario Fehr während einer Pressekonferenz. Bild: Raisa Durandi

Was hat er denn nun genau gesagt? Regierungsrat Mario Fehr während einer Pressekonferenz. Bild: Raisa Durandi

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Im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat die Leitung der Zürcher SP heute versichert, dass der parteiintern umstrittene Sicherheitsdirektor Mario Fehr im kommenden Jahr nur dann zur Wiederwahl antrete, wenn ihn die SP unterstützt. Falls ihm die Parteidelegierten an ihrer Versammlung vom kommenden Dienstag das Vertrauen entzieht, würde er darauf verzichten.

Fehr selbst hat diese Aussage seiner Parteileitung inzwischen aber offenbar korrigiert. SP-Co-Präsidentin Priska Seiler Graf sagte heute auf Nachfrage von «Radio 1» dazu: «Mario Fehr hat das nun schon wieder etwas präzisiert und gesagt, er komme nicht unter einem anderen Parteilabel. Das ist dann nicht ganz die gleiche Aussage». Das bedeutet: Er könnte als Parteiloser antreten, falls ihn die Partei nicht mehr unterstützen will – was darauf hinauslaufen könnte, dass diese einen ihrer zwei Regierungssitze verlöre, denn Fehr ist in der Bevölkerung beliebt.

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Seiler Graf sagte im Radiointerview, dass dieses Szenario für die SP natürlich nicht wünschenswert wäre. Wann Sicherheitsdirektor Fehr seine Aussage korrigierte, sagt die SP-Co-Präsidentin nicht. Dies sei im persönlichen Gespräch geschehen. «Vielleicht kann man von einem Missverständnis sprechen, vielleicht hat Mario Fehr auch seine Meinung geändert.» (hub)

Erstellt: 23.05.2018, 10:58 Uhr

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