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«Mario Fehr gehört zu uns»

2010 für die SP im Nationalrat: Mario Fehr mit Christian Levrat, Paul Rechsteiner und Hans-Jürg Fehr (v. l.) Foto: Michael Buholzer (Reuters)

In der Zürcher SP spielt sich um Regierungsrat Mario Fehr ein griechisches Drama ab. Mit welchen Gefühlen verfolgen Sie als Präsident der SP Schweiz das Schauspiel?

In der SP Zürich hört man vor allem zwei Vorwürfe gegen Fehr: Erstens mache er eine rechte Asylpolitik, zweitens habe er als SP-Mann eine Schnüffelsoftware für seine Polizei bewilligt. Können Sie die Kritik der Zürcher Genossen nachvollziehen?

Wie meinen Sie das?

«Wenn ich selbst Delegierter wäre, würde ich Mario Fehr erneut als Regierungsratskandidaten nominieren.»

Der parteiinterne Unmut gegenüber Fehr hat nicht nur mit politischen Inhalten zu tun, sondern auch mit seiner Dünnhäutigkeit.

Die Zürcher SP soll Mario Fehr am nächsten Dienstag also ihr Vertrauen aussprechen?

Das Co-Präsidium der SP Zürich stellt der Basis die Vertrauensfrage zu Mario Fehr, ohne selbst eine Abstimmungsempfehlung zu machen. Ist das geschickt?

Mutig? Sie meinen: Es ist politisches Harakiri?

Fehr vermittelt den Eindruck, er provoziere seine Parteibasis manchmal bewusst. Und nicht selten bekommt er Applaus von der SVP.

Ihre grösste Sorge ist doch, dass am Ende Fehr als Parteiloser allein antreten und die SP einen Sitz in der Regierung des grössten ­Kantons verlieren könnte.